Ressourceneffizienz in Entwicklungs- und Schwellenländern

SERI ForscherInnen der Gruppe “Nachhaltige Ressourcennutzung” untersuchen die Nutzung natürlicher Ressourcen durch unsere Gesellschaft. Dabei stehen die Unterschiede in der Entnahme, im Konsum und Handel beziehungsweise in der Effizienz der Ressourcennutzung in verschiedenen Ländern und Weltregionen im Mittelpunkt.

Das online Portal www.materialflows.net, in dem über 200 Länder und deren Ressourcenflüsse aufgezeichnet und verfügbar sind, stellt die Basisinformationen und Daten (zwischen 1980 – 2008) zur Verfügung, die in 12 Kategorien unterteilt sind. Diese Website wurde vom SERI ins Leben gerufen und in Kooperation mit dem Wuppertal Institut für Klima, Umwelt und Energie geführt; sie stellt eine umfangreiche Datenbank zur globalen Ressourcenextraktion zur Verfügung.

2011 wurde die Materialflussdatenbank in Zusammenarbeit mit der Expertin Monika Dittrich erweitert, indem Daten des globalen physischen Handelsflusses hinzugefügt wurden. Dank dieser Zusammenarbeit können wir nun Studien durchführen, die verschiedene Aspekte der Ressourcennutzung berücksichtigten (Ressourcengewinnung, Ressourcenkonsum, sowie den Handel mit Ressourcen). Die Studienergebnisse zeigen die Trends der letzten drei Jahrzehnte (1980 – 2008) und werden in Zukunft auf der Website www.materialflows.net publiziert werden.

Ressourcennutzung und -effizienz haben weltweit eine sehr große Bedeutung bekommen. Dem Thema Ressourceneffizienz hat sich vor allem die Industrie gewidmet, um steigenden Rohstoffpreisen und dem zunehmenden Wettbewerb um knappe Ressourcen zu begegnen. Die Ressourceneffizienz hat auch im Hinblick auf Klimawandel und Umweltzerstörung eine Aufmerksamkeit erlangt. Die Studienergebnisse zu Ressourcennutzung und –effizienz könnten politische Maßnahmen vorschlagen, sowie institutionelle und regulative Rahmen schaffen, die Industrien ressourceneffizienter produzieren lässt.

Ressourcennutzung und -verbrauch: Generelle Fakten

  • Heute werden mehr materielle Ressourcen denn je in der Geschichte der Menschheit extrahiert. Der weltweite Abbau wuchs in den letzten 30 Jahren um ca. 80 % und hat heute ein Ausmaß von etwa 70 Milliarden Tonnen jährlich erreicht.
  • Im Durchschnitt verbrauchte jeder Mensch 10 Tonnen Ressourcen im Jahr 2008. Das sind 1,6 Tonnen mehr als noch im Jahr 1980.
  • Der Materialverbrauch ist weltweit gewachsen, den größten Wandel hat aber Asien erfahren. Asien extrahiert, exportiert, importiert und konsumiert ungefähr die Hälfte der global gewonnenen, gehandelten und konsumierten Materialien.
  • Noch nie zuvor in der Geschichte wurde eine ähnlich hohe Menge an Waren weltweit gehandelt. Das physische Handelsvolumen wuchs in den letzten 30 Jahren um Faktor 2,5.
  • Die „Big Five“ – China, USA, Indien, Brasilien und Russland – verbrauchen mehr Material als die Hälfte der weltweit konsumierten Materialien.
  • Die Weltwirtschaft erfuhr in den letzten 30 Jahren eine Entkoppelung zwischen Wirtschaftswachstum und Materialverbrauch. Heute wird um ca. 1/3 weniger Material gebraucht um eine Einheit des weltweiten BIP zu produzieren. Doch da die Produktion und Konsum expandiert, wird die gesteigerte Effizienz durch das Wirtschaftswachstum überkompensiert.

Ressourcennutzung und Ressourceneffizienz in Asien

Ressourcennutzung und Ressourceneffizienz in Schwellenländern

Ressourcennutzung und Ressourceneffizienz in Mittel- und Osteuropa und der Gemeinschaft unabhängigen Staaten (GUS)

Ressourcennutzung und Ressourceneffizienz in Afrika

Vorschau auf die globale Studie “Green economies around the world?”

In Zusammenarbeit mit Monika Dittrich arbeitet SERI zurzeit an einer neue Studie über den weltweiten Ressourcenverbrauch und die weltweite Ressourceneffizienz, um sie auf der UN Konferenz für Nachhaltige Entwicklung (Rio+20) präsentieren zu können. Die globale Studie wird erstmals umfassende Daten über Ressourcenverbrauch und -effizienz aller Länder weltweit im Zeitraum von 1980 – 2008 vorlegen. Die Daten werden die globale-, kontinentale- und Länderebene umfassen und mit illustrativen Fallbeispielen ergänzt werden.

Links und weitere Informationen:
www.materialflows.net
www.uncsd2012.org/rio20/index.html

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