Der ökologische Fußabdruck des Bananenanbaus in Costa Rica: Ein Vergleich konventioneller und alternativer Produktionsmethoden

Giljum, S., (1999):

Diplomarbeit zur Erlangung des Magistergrades an der formal-naturwissenschaftlichen Fakultät der Universität Wien

In der Diskussion über die Umsetzung ökologischer Nachhaltigkeit spielen Indikatoren eine herausragende Rolle, da sie erstens den Verbrauch an Naturkapital durch menschliche Aktivitäten
in physischen Größen quantifizieren und zweitens eine Bewertung verschiedener Handlungsoptionen ermöglichen. Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit einem relativ jungen aber vieldiskutierten Indikator, nämlich mit dem von Mathis Wackernagel und William Rees entwickelten Ökologischen Fußabdruck. Bislang wurden Fußabdrücke vor allem auf nationaler Ebene berechnet, nur wenige Studien wendeten dieses Konzept jedoch auf der Ebene einzelner Produkte an. Als Fallbeispiel für diese Arbeit wird der Anbau von Exportbananen in Costa Rica gewählt. Es werden die Ökologischen Fußabdrücke von drei unterschiedlichen Produktionsmethoden, nämlich der konventionellen, einer alternativen und der organischen Methode erechnet. Aufgrund des Datenmangels auf der Output-Seite werden in den Berechnungen nur die Inputs des Bananenanbaus berücksichtigt. Bezogen auf die Referenzmenge von 100 Tonnen produzierten Bananen mißt der Ökologische Fußabdruck der konventionellen Methode 7,7 Hektar, jener der alternativen Methode 3,9 Hektar und jener des organischen Anbaus 3,3 Hektar. Die Ergebnisse zeigen, daß das Konzept des Ökologischen Fußabdrucks einerseits gut geeignet ist, allgemeine Aussagen über Ressourcennutzung und ökologische Nachhaltigkeit zu treffen. Andererseits wird durch die vorliegende Berechnung auch herausgearbeitet, welche wichtigen ökologischen Aspekte im Rahmen dieser Methode nicht einbezogen werden können.

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