Ressourcennutzung und Ressourceneffizienz in Schwellenländern

Diese Studie behandelt Trends der Ressourcennutzung und Ressourceneffizienz in 16 afrikanischen, asiatischen und lateinamerikanischen Schwellenländern im Zeitraum von 1985 bis 2005. Diese wurde ebenfalls von der UNIDO im Rahmen des „Green Industrie“ Programms in Auftrag gegeben.

Zwischen 1985 und 2005 wurden die Schwellenländer hauptsächlich durch hohe Wirtschaftswachstumsraten charakterisiert. Die rapide Entwicklung spiegelte sich in ihrem Materialverbrauch wieder: Die Materialextraktion der Schwellenländer verdoppelte sich in den 20 Jahren der Untersuchung (von 10 auf fast 22 Milliarden Tonnen) auf Grund des dynamischen und sehr ressourcenintensiven Wachstums. Die Bedeutung der Materialentnahme in Schwellenländern wirkt sich auch in seinem wachsenden Anteil an der globalen Ressourcenentnahme aus. Heute stammen mehr als ein Drittel der globalen genützten Materialien aus Schwellenländern, angeführt von China, Brasilien und Russland. Die Gewinnung von Edelmetallerzen erfuhr das höchste Wachstum, gefolgt von fossilen Brennstoffen und deren Verarbeitung sowie industriellen Metallen.

Nirgendwo auf der Erde wächst der Materialverbrauch schneller als in Schwellenländern. Obwohl sich der gesamte Materialverbrauch in den letzten 20 Jahren verdoppelte und der durchschnittliche Konsum pro Kopf um 50 % anstieg (von 4,4 bis 6,7 Tonnen pro Kopf), liegt der Wert noch immer unter dem globalen Durchschnitt (der 2005 bei ca. 8,5 Tonnen pro Kopf lag).

Analog zu Ressourcenextraktion und –verbrauch stieg auch die Ressourceneffizienz in den Schwellenländern schneller als der weltweite Durchschnitt, allerdings auf einem niedrigeren Niveau.

Um einen Beitrag zur aktuellen „green economy“ Debatte zu leisten, sollten folgende Fragen weiter diskutiert werden: „in welchem Ausmaß werden die große Schwellenländer ihren materiellen Konsum decken – werden sie den Weg der industrialisierten Länder einschlagen?“ oder „Welche Entwicklungswege bleiben für Nachzügler der Industrialisierung übrig, die immer noch stark von der Extraktion und Export von natürlichen Ressourcen abhängig sind?“.

Die Studie “Resource Use and Resource Efficiency in the Emerging Economies” kann hier downgeloaded werden.

<

Leave a Reply

*

 

Highlight: Ernährung


SERI Newsletter | Archive
* required field