Ressourcennutzung und Ressourceneffizienz in Mittel- und Osteuropa und der Gemeinschaft unabhängigen Staaten (GUS)

Diese Studie erforscht und vergleicht den materiellen Verbrauch und die Produktivität in 30 ausgewählten Ländern aus Mittel- und Osteuropa, der Gemeinschaft unabhängiger Staaten (GUS), sowie des Kaukasus und Zentralasiens zwischen 1995 und 2008. Die Studie wurde ebenso von der UNIDO in Auftrag gegeben. Um die Gegenüberstellung zu vereinfachen, wurden die Regionen in 3 geographische Gruppen gegliedert: Neue EU Mitgliedstaaten (NMS), Südost Europa (SOE) und Osteuropa, Kaukasus und Zentralasien (OKZA).

Die Forschungsergebnisse zeigen eine sehr unterschiedliche Entwicklung innerhalb der 30 Länder. Viele davon haben Prozesse der ökonomischen Transition sowie eine Liberalisierung des Marktes hinter sich – mit divergierenden Effekten auf den Verbrauch natürlicher Ressourcen. Der Niedergang des Kommunismus und die Transition zur liberalen Marktwirtschaft (zwischen 1989 und 1995) wurde in mehr oder weniger großem Ausmaß von hohen Inflationsraten, geringeren Outputs (im Durchschnitt ca. 40 %) und einer Stagnation bei der Ressourcenextraktion und Rückgang des Ressourcenverbrauchs bis zum Jahr 2000 begleitet.

Während der ersten Hälfte der 1990er verschärfte sich die Entwicklung durch die Konflikte in SOE und dem Kaukasus und endeten in gewissen Teilen der Ländergruppe OKZA in der russischen Währungskrise (1997/1998). Die ersten Jahre des wirtschaftlichen Abschwungs wurden von einer Phase von starkem Wirtschaftswachstum gefolgt, welche sich auch in einem erhöhten Ressourcenverbrauch und einer verbesserten Ressourceneffizienz wiederspiegelte.

Während sich die Volkswirtschaften der neuen EU Mitgliedstaaten schneller und früher erholten, war die wirtschaftliche Lage in SOE und OKZA Staaten schlechter und der wirtschaftliche Aufschwung ging nur langsam voran. Der durchschnittliche pro Kopf Verbrauch der 30 Länder stieg zwischen 1995 und 2008 um 25 %, von 9,8 zu 12,2 Tonnen. Dies liegt über dem globalen Durchschnitt, der bei 2008 bei ca. 10,4 Tonnen lag. Allerdings verzeichneten die EU-15 2008 mit 18,6 Tonnen pro Kopf einen deutlich höheren Wert.

Der Materialkonsum der 30 Staaten hat sich im Untersuchungszeitraum relativ vom Wirtschaftswachstum abgekoppelt. Die Ressourceneffizienz stieg mit durchschnittlich 42 % zwischen 1995 und 2008 kontinuierlich an. Diese Verbesserung in der Region reflektiert teilweise die ökonomische Umstrukturierung, die ab 1990 stattgefunden hatte, sowie die effizientere Produktion in einigen Sektoren.

Die Studie “Resource use and resource efficiency in Central and Eastern Europe and the Newly Independent States” kann hier heruntergeladen werden.

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