Der ökonomische Nutzen von Umweltpolitik

Die Generaldirektion Umwelt der Europäischen Kommission beauftragte ein Konsortium – darunter auch SERI – die Verbindungen zwischen Umweltpolitiken und der Wirtschaft zu erforschen und die Rolle von umweltpolitischen Maßnahmen in der wirtschaftlichen Entwicklung der EU zu beurteilen.

Die Europäische Union setzt sich zum Ziel die dynamischste und wettbewerbsfähigste Wirtschaft der Welt zu werden. Um dieses Ziel zu erreichen muss die aktuelle Wirtschaftskrise überwunden und eine krisenbeständige und nachhaltige Wirtschaft langfristig aufgebaut werden. Es ist dringend notwendig voranschreitende Umweltbelastungen und Herausforderungen wie Klimawandel und den Verlust von Biodiversität zu bekämpfen, die die Lebensqualität auf der ganzen Welt beeinträchtigen und die essentiellen Systeme, von denen die Wirtschaft und Gesellschaft abhängt, untergraben. Die schwerwiegenden Umweltprobleme unserer Zeit sind hauptsächlich durch nicht nachhaltiges Wirtschaftswachstum entstanden. Nun wird die Notwendigkeit neuer Entwicklungsmodelle der EU deutlich, um langfristig Wohlstand sicherstellen zu können.

Das Ziel dieser Studie ist es aufzuzeigen, dass eine Priorisierung von Umweltpolitiken vollständig konsistent ist mit der kurzfristigen wirtschaftlichen Herausforderung die Wirtschaftskrise zu überwinden und langfristig eine nachhaltige, effiziente und krisenresistente Wirtschaft aufzubauen. Fundierte Argumentationen und best-practice Beispiele aus der gesamten EU bilden die Basis eines Paketes von Umweltpolitiken, von dem die EU Wirtschaft profitieren kann.

Der Beitrag von Umweltpolitik zu wirtschaftspolitischen Zielsetzungen
Die Studie erklärt und illustriert wie Umweltpolitiken die wirtschaftliche Entwicklung unterstützen kann, konkret anhand von acht wirtschaftspolitischen Zielsetzungen: Umweltpolitiken tragen bei zur

  1. Erhöhung der Produktivität
  2. Stimulierung von Innovationen
  3. Anhebung der Beschäftigung (und/oder der Qualität von Arbeit)
  4. Verbesserung der Außenhandelsbilanz
  5. Verstärkung der Kapitalbasis
  6. Unterstützung der öffentlichen Finanzen
  7. Verbesserung der ökonomischen Kohäsion
  8. Stimulation des Übergangs zu einer krisenfesten und nachhaltigen Wirtschaft.

Die Erreichung dieser wirtschaftlichen Ziele ist sowohl essentiell in der kurzfristigen Stimulierung der Wirtschaft als auch um die längerfristigen Ziele der EU zu erreichen, wie sie in der Lissabon Strategie dargelegt werden.

Die Notwendigkeit von umweltpolitischen Interventionen
Der Bericht zeigt, dass es eine Vielzahl von “win-win” Situationen für die EU gibt, die sowohl die Wirtschafts- als auch die Umweltsituation verbessern. Aufgrund von Marktversagen können diese Vorteile allerdings nicht voll ausgeschöpft werden. Deshalb sind staatliche Eingriffe sinnvoll, damit die EU vollen Nutzen aus den dargestellten Möglichkeiten ziehen kann.

Ein umweltpolitisches Paket zur Erreichung von wirtschaftlichen Zielen
Die Studie schlägt ein umweltpolitisches Maßnahmenpaket vor, das die Wirtschaftssituation der EU stärkt und zu den Lissabon Zielen von Wachstum und Beschäftigung beiträgt. Das Paket wurde entworfen um:

  • einerseits die europäische Wirtschaft in der momentanen Wirtschaftskrise kurzfristig zu stimulieren – um Beschäftigung zu schaffen und die Nachfrage zu stärken und
  • andererseits die Entwicklung einer starken, krisenresistenten und nachhaltigen Wirtschaft auf lange Sicht zu unterstützen – durch die Förderung von Innovationen und Ressourceneffizienz, um die europäische Wirtschaft weniger abhängig von fossilen Energieträgern und anderen importierten Rohstoffen zu machen und Klima- und anderen Umweltschäden vorzubeugen.

Die Studie kann hier heruntergeladen werden

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    • April 2009 – November 2009

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