REdUSE

image

REducing Resource Use for a Sustainable Europe

Im Juli 2010 startete das von der EuropeAID finanzierte 3-Jahres Projekt REdUSE. In diesem Projekt geht es darum, in Europa auf Ebene von Politik und Bildung (v.a. Schulen) Bewusstsein für die Auswirkungen des wachsenden europäischen Ressourcenkonsums zu schaffen. Spezieller Fokus wird dabei auf jene Ressourcen gelegt, die aus sogenannten “Entwicklungsländern” importiert werden, wohin also die negativen ökologischen, sozialen oder auch wirtschaftlichen Impacts des Ressourcenabbaus ausgelagert werden.

REdUSE wird von zwölf verschiedenen Partnern aus elf verschiedenen Ländern durchgeführt – alle Partner bis auf SERI gehören zum Friends of the Earth Netzwerk, einem weltweiten Netzwerk von Umwelt-NGOs. SERI als wissenschaftlicher Partner ist verantwortlich für Strand 1 des Projekts, der praktisch als Rückgrat des Projekts gesehen werden kann. In diesem Teil geht es um den Aufbau einer soliden, wissenschaftlich fundierten und umfassenden Grundlage für die weiteren Projektschritte. Diese Informationen werden dann in leicht verständlichen Berichten präsentiert und interpretiert, um Europas Ressourcenkonsum sowie die damit einhergehenden Folgen in den Abbau-Ländern zu  beleuchten.

Zwei solcher „Global Resource Reports“ werden innerhalb von zwei Jahren erstellt. Der erste Report wird sich dabei auf den Zusammenhang zwischen dem Abbau, der Verarbeitung und dem Handel mit natürlichen Ressourcen beschäftigen. In diesem Report wird es auch einen speziellen Wasser-Fokus geben, indem die Wassernutzung entlang der Produktionskette für Güter und Dienstleistungen untersucht wird. Der zweite Bericht wird voraussichtlich auf die Wertschöpfungskette der einzelnen Ressourcen fokussieren. Weiters sollen Optionen behandelt werden, wie beispielsweise durch optimiertes Recycling der europäische Ressourcenkonsum reduziert werden kann.

Um einen ganzheitlichen Blick auf die Auswirkungen unseres Ressourcenkonsums zu  ermöglichen, werden Fallbeispiele zu Aluminium, Lithium und Baumwolle aus den Nicht-Europäischen Partnerländern vorgestellt. Diese werden sich unter anderem mit den Thematiken Extraktion/Produktion und Verarbeitung beschäftigen: Chile mit Lithium, Brasilien mit Bauxite/Aluminium, Togo und Kamerun mit Baumwolle. Einen besonderen Fokus werden die Fallbeispiele auf die Umweltwirkungen (wie z.B. Emissionen, Wasserentnahme, Veränderungen in der Landnutzung), die sozialen Effekte und die Menschenrechte sowie auf die Entwicklungseffekte (Mehrwertgenerierung, Wasserrechte, Arbeitsbedingungen usw.) legen. Weiters werden die Verfügbarkeit der Ressourcen, die Möglichkeiten des Recyclings bzw. mögliche Alternativen für europäische Konsumenten untersucht.

Die Berichte sowie das Material aus den Fallbeispielen werden dann für die Produktion einer Multivisionsshow zur Präsentation in Schulen und für die Erstellung von Lehrmaterial verwendet; außerdem auch für die Erstellung von Informationsmaterial zur Politikanwendung, Medienunterlagen, etc., um so möglichst breitenwirksam auf das Thema des europäischen Ressourcenkonsums aufmerksam zu machen. Zusätzlich werden diese Themen im Herbst 2011 auf einer Konferenz in Brüssel diskutiert.

[date] News

[paper] Publikationen

[person] Kontakt

[website] Projekt Website

[people] Projekt Partner

[people] Kunde

[projects] Verwandte Projekte

[book_open] Verwandte Themen

[duration] Projektdauer

  • Juli 2010 – Juni 2013

Leave a Reply

*

 

Highlight: Ernährung


SERI Newsletter | Archive
* required field