MAMOD – Macroeconomic modelling of sustainable development

Das Ziel dieser Studie war eine Analyse der ökonomischen Bedeutung von europäischer Ressourcenpolitik. Es geht darum, wie wichtig natürliche Ressourcen für die heutige europäische Wirtschaft sind, wie natürliche Ressourcen in der Zukunft in einem business as usual Szenario genutzt werden, was die ökonomischen und ökologischen Potentiale von Ressourceneffizienz sind, wie mehr Ressourceneffizient erreicht werden kann und was das für die Wirtschaft, die Wettbewerbsfähigkeit und die Umwelt bedeuten würde.

Die zentralen Fragestellungen in MAMOD waren:

  • Welche Rolle spielen verschiedene Ressourcen in der EU-Wirtschaft?
  • Wie entwickelt sich der europäische Ressourcenverbrauch in einem „business-as-usual“ Szenario?
  • Ist ein solches „business-as-usual“ Szenario realistisch vor dem Hintergrund von zunehmenden Ressourcenknappheiten und dem steigenden Wettbewerb um die globalen Ressourcenvorräte?
  • Welche politischen Maßnahmen können zu einem nachhaltigen Ressourcenmanagement in der EU führen?
  • Welche Konsequenzen ergeben sich für die europäische Wirtschaft, die Wettbewerbsfähigkeit und die Umwelt?

Das Projekt war in sechs Phasen organisiert:

In einem ersten Schritt wurde die Entwicklung des Ressourcenverbrauchs in Europa mit Hilfe von „material flow accounting“ (MFA) bewertet. Diese Methode erfasste sämtliche Materialströme die von der natürlichen Umgebung in die Wirtschaft einfließen. Die ressourcenintensivsten Wirtschaftssektoren wurden identifiziert und ihre Bedeutung für die gesamte Wirtschaft ermittelt.

Zweitens folgte eine Übersicht über Marktversagen und (positive wie negative) Externalitäten, die im Zusammenhang mit Ressourcenverbrauch stehen, sowie eine Untersuchung der Implikationen.

Im dritten Teil wurden Trends und Risiken in Bezug auf den zukünftigen Ressourcenverbrauch analysiert. Die Resultate umfassen Ressourceneffizienzkennzahlen (de-coupling factors) für bestimmte Ressourcenkategorien und Länder, sowie eine Matrix, in der angebots- und nachfrageseitige Risiken für den zukünftigen Ressourcenverbrauch in Europa beschrieben sind. Die Matrix enthält Informationen über die Art des Risikos, den Zeitrahmen, konkrete Beispiele für das jeweilige Risiko,  sowie die ökonomischen, ökologischen und sozialen Auswirkungen.

Viertens wurden in MAMOD Grenzvermeidungskosten des Ressourcenverbrauchs ermittelt, um das Potenzial abzuschätzen, wie und zu welchen Kosten Reduktionen im Ressourcenverbrauch herbeigeführt werden können.

In der fünften Phase wurden die gesammelten Ergebnisse und Daten dazu verwendet, Szenarios für die zukünftigen Veränderungen des Ressourcenverbrauchs und der Ressourceneffizienz in der EU zu entwickeln. Die makroökonomische Modellierung dieser Szenarien wurde mit Hilfe zweier ökonometrischer Modelle durchgeführt, E3ME7 von Cambridge Econometrics und GINFORS der GWS. Die Ergebnisse wurden evaluiert und Politikempfehlungen formuliert.

Abschließend wurden die Resultate des Projekts in einer halbtägigen Konferenz in Brüssel im November 2011 präsentiert und diskutiert.

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[person] Kontakt

[website] Projekt Website

[people] Projekt Partner

[people] Kunde

  • European Commission – DG Environment and DG Climate Action

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[duration] Projektdauer

  • Dezember 2010 – November 2011

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