GRAM

Ein globales Modell zur Berechnung der ökologischen Rucksäcke des internationalen Handels.

Das Global Resource Accounting Model (GRAM) wurde im Rahmen des internationalen Forschungsprojektes petrE entwickelt. GRAM wurde konstruiert, um die physische Dimension von Europas Beziehungen zum Rest der Welt darzustellen und um den europäischen Ressourcenkonsum und Handel aus einer globalen Perspektive zu analysieren. Das GRAM) ist ein multi-regionales Input-Output (MRIO) Modell, welches zur Zeit 53 Länder und zwei Ländergruppen (Regionen) sowie 48 Wirtschaftszweige pro Land bzw. Region unterscheidet, die über bilaterale Handelsströme von 25 Produktgruppen und einem Dienstleistungssektor verbunden sind.

Das Modell integriert die aktuellste Auflage der von der OECD veröffentlichten Input-Output Tabellen mit den bilateralen Handelsdaten der OECD und wird ergänzt durch eine globale Datenbank zur Ressourcenextraktion in allen Ländern der Welt (siehe www.materialflows.net)

Das Modell GRAM ermöglicht:

  • Die Berechnung aggregierter Indikatoren zur Ressourcenextraktion und zum Konsum von Rohstoffen (inkl. Materialrucksäcken) auf der Ebene von Ländern und Regionen für die Jahre 1995 bis 2005
  • Die Analyse internationaler Handelsströme zur Identifizierung der wichtigsten Netto-Importeure und Netto-Exporteure verschiedener Ressourcenkategorien in der Welt
  • Die vergleichende Analyse von Wirtschaftssektoren und Materialarten, um die ressourcenintensivsten Wirtschaftssektoren und Produktgruppen zu identifizieren
  • Die Ermittlung von konsumbezogenen Emissionen, also jenen Emissionen, die entlang der gesamten internationalen Produktionskette der in einem Land konsumierten Produkte emittiert wurden.

Hauptergebnisse

Mit dem Global Resource Accounting Model haben wir gezeigt, dass die EU Mitgliedstaaten zusammen höhere Netto-Importe an natürlichen Ressourcen haben als jedes einzelne Land der Welt. Der Materialkonsum der EU übersteigt bei Weitem die heimisch vorhandenen Ressourcen. Ein wichtiger und wachsender Anteil des EU-Konsums wird durch Ressourcen aus anderen Weltregionen gedeckt.

Die Ergebnisse deuten stark darauf hin, dass die Ressourceneffizienz allein kein geeigneter Indikator für die Nachhaltigkeit der Umwelt eines Landes ist. Zusätzlich sinnvoll sind nationale Daten über die Gesamtextraktion und den Gesamtkonsum von Ressourcen, denn diejenigen Länder mit der höchsten Ressourceneffizienz in der Welt sind in den meisten Fällen auch jene, die die höchsten Mengen pro Kopf extrahieren und konsumieren (insbesondere Europa und Nordamerika).

[date] News

    [paper] Publikation

      Giljum, S., Lutz, C., Jungnitz, A. 2008. The Global Resource Accounting Model (GRAM). A methodological concept paper. SERI Studies No 8. Sustainable Europe Research Institute. Vienna. Download.

      Giljum, S., Lutz., C., Jungnitz, A., Bruckner, M., Hinterberger, F. 2008. Global dimensions of European natural resource use. Results from the Global Resource Accounting Model (GRAM). Paper presented to the OECD/UNEP Conference on Resource Efficiency. Paris. 

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    • GWS, Osnabrück

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