GRAM CO2

Die Klimabilanz des österreichischen Außenhandels
In Österreichs Importen und Exporten enthaltene CO2-Emissionen
Erstellung einer Datenbank der in Österreichs Importen und Exporten enthaltenen CO2-Emissionen

Im Rahmen dieses Projekts, finanziert vom österreichischen Klima- und Energiefonds, wird eine Datenbank der in Österreichs Außenhandel enthaltenen CO2-Emissionen, so genannten CO2-Rucksäcke, erstellt.

Der Ausstoß von Treibhausgasen, und als das wichtigste davon Kohlendioxid, durch menschliche Aktivitäten ist eine Hauptursache für den Klimawandel. Dieses globale Problem erfordert globales Handeln. Nationale Maßnahmenprogramme, die auf eine Reduktion der heimischen CO2-Emissionen abzielen, können jene anderer Staaten erhöhen und damit dem weltweiten Kampf gegen den Klimawandel entgegenwirken. Dieses Phänomen ist allgemein als CO2-Leakage bekannt. Der Ausdruck beschreibt die Verlagerung von Produktionsprozessen und somit von CO2-Emissionen als eine Folge nationaler Politikmaßnahmen, die einer Emissionsreduktion entgegenwirkt und diese sogar aufheben kann.

Um die globalen Auswirkungen einer Maßnahme oder einer Klimastrategie beurteilen zu können, muss der internationale Handel berücksichtigt werden. Dieses Projekt wird deshalb die in Österreichs Importen und Exporten enthaltenen CO2-Emissionen für den Zeitraum 1995 bis 2005 berechnen und die Ergebnisse in Form eines Datensets, welches leicht in andere Modelle integrierbar und erweiterbar sein wird, zur Verfügung stellen. Damit können in Zukunft u.a. die Auswirkungen von Strukturveränderungen sowie Veränderungen des Lebensstils oder der Konsumgewohnheiten auf die globalen CO2-Emissionen berechnet werden.

Die Ergebnisse werden die durch den heimischen Konsum verursachten CO2-Emissionen darstellen. Im Gegensatz dazu folgen derzeit (z.B. im Kyoto Protokoll) verwendete Emissionsbilanzen einem territorialen Prinzip und erfassen die Emissionen der heimischen Produktion.

Die Berechnung der im österreichischen Außenhandel enthaltenen CO2-Emissionen wird auf dem Global Resource Accounting Model (GRAM) basieren. GRAM ist ein multi-regionales Input-Output (MRIO) Modell, das von SERI gemeinsam mit der Gesellschaft für wirtschaftliche Strukturforschung (GWS) entwickelt wurde um die ökologischen Rucksäcke des internationalen Handels zu berechnen (siehe GRAM). Die Anwendung dieses Modells garantiert solide und konsistente Ergebnisse, die dem letzten Stand der Forschung entsprechen. Das Berechnungsmodell kann in Zukunft um andere klimarelevante Emissionen wie Methan oder Lachgas erweitert werden.

[date] News

    [paper] Publikation

    [person] Kontakt

    [website] Projekt Website

    [person] Projektpartner

    • GWS, Osnabrück

    [person] Kunde

    • Österreichischer Klima- und Energiefonds

    [projects] Verwandte Projekte

    [book_open] Verwandte Themen

    [duration] Projektdauer

    • Dezember 2008 – Dezember 2009

     

    Highlight: Ernährung


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