GeNECA – Gerechte Nachhaltige Entwicklung auf der Grundlage des Capability-Ansatzes

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Das Projekt GeNECA zielt darauf ab, das Konzept der nachhaltigen Entwicklung auf Basis des Capability Ansatzes zu operationalisieren, und damit inter- und intragenerationale Gerechtigkeit zu verbinden. Dies basiert auf einem integrierten Verständnis von sozialer, ökonomischer und ökologischer Entwicklung.

Dieses Projekt will den integrativen Charakter nachhaltiger Entwicklung stärken, indem es über den Capability Ansatz ein Konzept entwickelt, prüft und anpasst, das nahe am originären Impetus der Brundtland-Kommission ist. Der von Amartya Sen begründete Capability Ansatz macht Gerechtigkeitsfragen direkt an den Möglichkeiten fest, die Individuen haben, ihre jeweilige Konzeption eines guten Lebens zu realisieren. Dieses Projekt erweitert den Ansatz um die intergenerationale Dimension und stellt Natur-Gesellschaft-Zusammenhänge stärker in den Vordergrund als dies bislang im Capability Ansatz der Fall ist. Hiermit verknüpft es explizit die umwelt- und entwicklungspolitischen Diskussionen. Mit Hilfe dieses Ansatzes lässt sich, so die Arbeitshypothese des Projektes, die intra- und intergenerationale Gerechtigkeit der Chancen einer Bedürfnisbefriedigung als integratives Bewertungskriterium nachhaltiger Entwicklung fassen. Konkret wird

(1) eine Konzeption Nachhaltiger Entwicklung entworfen, die durch die Bezugnahme auf die bedürfnisorientierten Ziele der Brundtland-Definition Integrationskraft entwickelt und explizit intragenerationale mit intergenerationaler Gerechtigkeit verbindet.

(2) Diese Konzeption wird mittels eines Satzes von Indikatoren für nachhaltige menschliche Entwicklung modelliert und einer quantitativen Analyse unterzogen sowie

(3) empirisch in verschiedenen Governance-Feldern und -Ebenen angewendet, um sie auf ihre verallgemeinerte Verwendbarkeit in politischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Entscheidungsprozessen zu prüfen und gegebenenfalls zu modifizieren.

Die Aufgabe von SERI fällt vor allem in Punkt 3. Wir werden den Indikatorensatz in einer Fallstudie in Graz zum Thema Mobilität anwenden. Dies erfolgt aufbauend auf dem Projekt Lebensklima (www.lebensklima.at).

Den Endbericht finden Sie hier. Ausführliche Teilberichte zu den einzelnen Kapiteln (Literaturanalyse, ExpertInneninterview, Online-Befragung, Talend-Fokusgruppe) , können auf Anfrage  zugeschickt werden.

[date] News

[paper] Publikationen

  • Rauschmayer F, Omann I, Frühmann J (eds). (2011). Sustainable Development: Capabilities, Needs, and Well-Being. Routledge: London.

[person] Kontakt

[website] Projekt Website

[people] Projekt Partner

  • Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung, Leipzig
  • Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung, Berlin
  • Institut für angewandte Wirtschaftsforschung, Ludwig-Maximilians-Universität, München
  • Helmut-Schmidt-Universität der Bundeswehr Hamburg

[people] Auftraggeber

  • Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung, Deutschland

[projects] Verwandte Projekte

[book_open] Verwandte Themen

[duration] Projektdauer

  • 2010 – 2012

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Highlight: Ernährung


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