Globale Verantwortung für CO2 Emissionen

CO2 Rucksäcke des internationalen Handels und die globale Klimaverantwortung des Konsums

In diesem Projekt wurden die globalen konsum- und energiebedingten CO2 Emissionen in 55 Ländern und Weltregionen untersucht.

Es ist allgemein bekannt, dass der Ausstoß von Treibhausgasen reduziert werden muss, um die globale Klimaerwärmung zu stoppen und Umweltschäden zu verhindern. Um faire und gerechte Klimapolitikmaßnahmen zu entwerfen, muss zuerst analysiert werden, wo und aus welchem Grund diese Gase emittiert werden. Dies kann dabei helfen, die Verantwortung für die notwendigen Reduktionen fair zwischen Produzenten und Konsumenten aufzuteilen.

Die bisherige Klimapolitik des Kyoto-Protokolls, in dem sich die Industriestaaten zu ersten Treibhausgasreduktionen bis 2012 verpflichtet haben, rechnet Emissionen immer dem Land zu, in dem sie in die Umwelt entlassen werden. Dieses Prinzip der territorialen Verantwortung steht im Kontrast zur Realität von Globalisierungsprozessen, durch welche viele Treibhausgasemissionen, die durch nationale Konsumnachfrage entstehen, in anderen Ländern produziert werden. Diese Emissionen, die entlang internationaler Wertschöpfungsketten entstehen, bezeichnet man auch als CO2 Rucksäcke von gehandelten Gütern und Dienstleistungen.

In diesem Projekt haben SERI und die GWS mit Hilfe des Global Resource Accounting Model (GRAM) die Emissionsbilanzen des Konsums in 55 Ländern berechnet (= Produktion – Exporte + Importe) und diese mit den existierenden nationalen Emissionsbilanzen laut Kyoto Protokoll verglichen.

So konnten wir zeigen:

  • Welche Länder und Regionen die größten Nettoimporteure und Nettoexporteure von CO2 Emissionen sind,
  • Wie sich Outsourcing und Produktionsverlagerungsprozesse zwischen OECD und Nicht-OECD Ländern zwischen 1995 und 2005 entwickelt haben,
  • Wie viele CO2 Emissionen durch internationalen Handel verlagert worden sind,
  • Wie CO2 Emissionen zwischen verschiedenen Ländern und Weltregionen durch den Welthandel verlagert werden und
  • Welche Politikimplikationen sich durch eine Konsumbetrachtung für weitere Klimaverhandlungen ergeben.

Das Discussion Paper, das im Rahmen dieses Projektes entstanden ist, kann hier heruntergeladen werden.

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    • November 2009 – Januar 2010

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