Europas globale Landnachfrage

image

Dieses Projekt analysierte, wie viel Land wo auf der Welt direkt und indirekt dazu verwendet wird um die europäische Endnachfrage nach land- und forstwirtschaftlichen Produkten zu erfüllen. Dabei wurden 113 Ländergruppen sowie 10 Landnutzungsarten unterschieden und die landintensivsten Produkte identifiziert.

Für die Nachhaltigkeitsfrage spielt das Thema der globalen Landnutzung eine große Rolle, bei dem zunehmend Konflikte auftreten. So entstehen etwa in Entwicklungsländern häufig Konflikte, ob das fruchtbare Land für die Exportproduktion oder für den heimischen Konsum genutzt werden soll. Sogenanntes „land grabbing“ stellt eine weitere Problematik dar; dieses Phänomen beschreibt den Ankauf von Landflächen vieler Staaten (wie z.B. China und Arabischer Länder) vor allem in Afrika, um dort Agrargüter für den heimischen Verbrauch anzubauen.

Das Projekt „Europas globale Landnachfrage“ untersuchte wie viel Land direkt und indirekt benötigt wird um die europäische Endnachfrage nach land- und forstwirtschaftlichen Produkten zu decken.

Die großen Fragestellungen, die mit diesem Projekt beantwortet werden sollten, waren:

  • Wie viel Land (in Hektar) ist in europäischen Importen und Exporten enthalten und wie groß sind die abgeleiteten physischen Handlungsbilanzen in Bezug auf Land?
  • In welchem Verhältnis stehen die in Importen enthaltenen Landflächen zu den fruchtbaren Landflächen innerhalb Europas? Welche Produkte und Produktgruppen besitzen den größten, in Importen enthaltenen Anteil an Land?
  • In welchen Ländern und Weltregionen belegt Europa welche Arten von Land, um seine Nachfrage nach land- und forstwirtschaftlichen Produkten zu decken?
  • Wie haben sich die Trends zwischen 1997 und 2004 verändert?

Zur Beantwortung dieser Fragestellungen wurde eine sogenannte Multi-Regionale Input-Output (MRIO) Analyse angewandt. Dabei werden wirtschaftliche Daten (z.B. Daten der sektoralen Struktur der Wirtschaft und des internationalen Handels) mit Umweltdaten (in diesem Fall Daten der Landnachfrage (in Hektar) aufgrund der Herstellung verschiedener Produkte) kombiniert. Die Multi-Regionale Input-Output Analyse erlaubt es, im globalen Kontext zu analysieren, welche Endnachfrage in welchem Europäischen Land Flächenbelegungen außerhalb Europas erfordern.

Als Datenquellen dienten das „Global Trade Analysis Project (GTAP)“ für wirtschaftliche Daten und die Statistiken der „UN Food and Agriculture Organisation (FAO)“ für globale Daten der Landnutzung.

Das Modell arbeitet auf einer globalen Ebene und unterschied 113 Länder und Weltregionen, darunter alle EU-27 Länder, die OECD Länder, alle bedeutenden Schwellenländer und eine signifikante Anzahl an Entwicklungsländern in Asien, Afrika und Latein Amerika. Die Resultate können für jedes EU Mitglied einzeln als auch für die EU-15/27 als Gesamtes eruiert werden.

Die Berechnungen wurden für die Jahre 1997, 2001 und 2004 durchgeführt. Es wurden dabei 10 Landkategorien für verschiedene Produkte unterschieden: (1) Reis, (2) Weizen, (3) andere Getreidearten, (4) Gemüse, Obst, Nüsse, (5) Ölsamen, (6) Zuckerrohr, Zuckerrübe, (7) pflanzliche Fasern, (8) andere Feldfrüchte, (9) Weideflächen, (10) Waldflächen.

[date] News

    [paper] Publikationen

    [person] Kontakt

    [website] Projekt Website

    [people] Projekt Partner

    [people] Kunde

    [projects] Verwandte Projekte

    [book_open] Verwandte Themen

    [duration] Projektdauer

    • April 2011 – September 2011

    Leave a Reply

    *

     

    Highlight: Ernährung


    SERI Newsletter | Archive
    * required field