Modellierung von nachhaltigen Energieszenarien

Erneuerbare Energie in Österreich: Modellierung möglicher Entwicklungsszenarien bis 2020

Das Projekt analysierte Auswirkungen einer nachhaltigen Energiepolitik auf Wirtschaft, Umwelt und Gesellschaft. Im Rahmen eines partizipativen Prozesses wurden verschiedene Szenarien, fokussiert auf erneuerbare Energietechnologien, für Österreich bis 2020 mit einem Nachhaltigkeitsmodell simuliert.

Ausgangssituation und Projektziele:
Erneuerbare Energie spielt in Österreich eine entscheidende Rolle, um einerseits die Abhängigkeit von importierten fossilen Energieträgern zu verringern und andererseits die notwendige Reduktion von Treibhausgasen zu unterstützen. Diese Rolle wird sich in den nächsten Jahren noch verstärken, da der derzeitige Anteil von rund 20 % am gesamten Energiemix zur Erfüllung der EU-Vorgaben bis ins Jahr 2020 auf 34 % erhöht werden muss. Im Zuge dieser angestrebten deutlichen Erhöhung ist es wichtig, die erwarteten Auswirkungen auf Umwelt, Wirtschaft und Gesellschaft quantitativ abzuschätzen.

Dieses Projekt widmete sich dieser Quantifizierung, indem verschiedene Ausbauszenarien für erneuerbare Energie (EE-Szenarien) für die Wärme- und Strombereitstellung entwickelt und mit einem eigens für dieses Projekt entwickelten, integrierten Umwelt-Energie-Wirtschaft-Modell („e3.at“) simuliert wurden.

Methode:
Zur Bearbeitung der Projektfragestellung wurde zunächst das Simulationsmodell „e3.at“ entwickelt, das die österreichische Volkswirtschaft in allen wesentlichen Aspekten abbildet und ihre Wechselwirkungen mit dem Energiesystem und der Umwelt aufzeigt. Dieses Modell bildete die Grundlage für die Berechnung der Auswirkungen der EE-Szenarien in Österreich.

Der Ablauf der Szenarienmodellierung (von der Szenarienentwicklung bis hin zur Verbreitung der Modellierungsergebnisse) wurde als partizipativer Prozess gestaltet, der Stakeholder und ExpertInnen im Energiebereich aktiv in die wissenschaftliche Arbeit integrierte. Dadurch wurde die wissenschaftliche Arbeit um Erfahrungen, Wissen und Präferenzen der Stakeholder bereichert.

Ergebnisse
Die Ergebnisse der Szenariensimulation deuten darauf hin, dass die Ziele, bis 2020 34 % des Energieverbrauchs aus erneuerbaren Quellen abzudecken sowie die CO2-Emissionen um 20 % (im Vergleich zu 1990) zu reduzieren, in keinem der Szenarien erreicht werden können. Durch eine Kombination aller Annahmen in den einzelnen Szenarien miteinander ließe sich die Situation zwar verbessern, die Zielerreichung jedoch nach wie vor nicht verwirklichen. Allerdings muss berücksichtigt werden, dass sich der Energieverbrauch bis ins Jahr 2020 deutlich erhöhen wird. Könnte über Effizienzmaßnahmen und Verhaltens-änderungen eine Stabilisierung des Energieverbrauchs auf dem Niveau von 2005 erreicht werden, wäre Österreich in der Lage, seinen Verpflichtungen im Rahmen des EU-Klimapakets nachzukommen.

Downloads und Links:

Eine Zusammenfassung des Projektendberichts finden Sie hier.

Genaueres zum Projekt erfahren Sie auf www.energiemodell

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