Arbeit und Ökologie – Das Transferprojekt

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Nachhaltige Entwicklung bedeudet Wege zu finden, die gleichzeitig die Schaffung von Arbeitsplätzen, ökonomische Wettbewerbsfähigkeit und Umweltschutz begünstigen.

Im Frühjahr 2000 wurde in Deutschland das Projekt “Arbeit und Ökologie” für die Hans-Böckler-Stiftung abgeschlossen. Dieses Projekt, das im Verbund von drei Forschungsinstituten (Wuppertal Institut für Klima, Umwelt und Energie, Wissenschaftszentrum für Sozialforschung Berlin – WZB und Deutsches Institut für Wirschaftsforschung – DIW) durchgeführt wurde, entwickelte drei Szenarien für Deutschland, die letztendlich zu geringerer Arbeitslosigkeit und weniger Umweltbelastung und dadurch zu mehr Nachhaltigkeit führen.

Diese Szenarien wurden auf ihre soziale, ökonomische und ökologische Effektivität hin untersucht und bewertet, um daraus Maßnahmenbündel abzuleiten, die wirtschaftspolitische Instrumente enthalten mit dem Ziel, Deutschland in den nächsten 50 Jahren ökonomisch, ökologisch und sozial zukunftsfähig zu machen.

Die quantifizier- und modellierbaren Vorgaben der Szenarien wurden mit Hilfe eines makroökonomischen, dynamischen Simulationsmodells (Input/Output) quantitativ umgesetzt, das von Prof. Bernd Meyer (GWS und Uni Osnabrück) entwickelt wurde. Dies erlaubt eine Abschätzung der ökologischen und ökonomischen Konsequenzen bis 2020 anhand sämtlicher relevanter wirtschaftlichen Indikatoren und Parameter (der VGR nach 58 Produktionsbereichen). Zudem enthält das Modell noch Daten und Gleichungen zu Energieträgern, Emissionen und Stoffströmen. Damit kann man auch die Auswirkungen auf CO2-Emissionen, Materialverbrauch (inländischen und ausländischer) erkennen.

Die Resultate des Projektes zeigen, dass die stärker an Nachhaltigkeitsgesichtspunkten orientierten Szenarien bessere Ergebnisse liefern, als jene Strategien, die ausschliesslich auf eine Kostenreduktion abzielen. Die Modellrechnungen für das sozial-ökoloigischen Szenarios ergaben, dass es bis zum Jahr 2020 möglich ist sowohl die Massenarbeitslosigkeit (bis auf 3 %) zu verringern als auch die Materialfluesse um 30 % und CO2 Emissionen um 60 % zu reduzieren, bei gleichzeitig anhaltender Konkurrenzfähigkeit und Stabilisierung der sozialen Sicherheit.

Um die zukünftige Situation der Themenbereiche Arbeit und Ökologie auch in Österreich zu beleuchten führte SERI zusammen mit dem iff das Projekt “Die Zukunft von Arbeit und Ökologie in Österreich” durch, indem ausgehend von den deutschen Erfahrungen mögliche nachhaltige Entwicklungspfade für die Bereiche Arbeit und Ökologie in Östereich entwickelt wurden.

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    Projektdauer

    • 2001


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