ECR – Messung und Bewertung der Nachhaltigkeitsqualität von Produkten

Logo_ECR_AustriaEine Initiative österreichischer Unternehmen für die Entwicklung eines praktikablen, einheitlichen Methodenstandards im Rahmen von ECR-Austria

Die Themen Nachhaltigkeit, Umwelt und Klimawandel werden zunehmend in Wirtschaft, Medien und Politik diskutiert. Aus diesem Grund entschied sich die ECR Austria Initiative, die österreichische Plattform für Industrie und Handel welche sich damit beschäftigt, die gesamte Wertschöpfungskette zu optimieren, um so den Konsumenten besser, schneller und zu geringeren Kosten bedienen zu können, sich verstärkt mit dem Thema “Nachhaltigkeit” zu beschäftigten. Die UnternehmensvertreterInnen innerhalb von ECR sind überzeugt, dass bewusste KonsumentInnen – unter der Voraussetzung fundierter Information zur Nachhaltigkeitsqualität der Produkte – “nachhaltige” Produkte präferieren und damit zur Erreichung der globalen Ziele beitragen werden.

Seit Sommer 2007 berät SERI im Rahmen von GS1 Austria die ECR Austria Initiative zum Thema Nachhaltigkeit. In einer Reihe von Workshops wurden die Grundlagen dafür erarbeitet, eine einschlägige Arbeitsgruppe einzurichten, die sich zum Ziel gesetzt hat, eine standardisierte und umfassende Meßmethode zur Bestimmung der Nachhaltigkeitsqualität (oder –bonität) eines Produktes auf Basis existierender oder in Entwicklung befindlicher Europäischer Normen zu entwickeln. Diese Informationen sollen als Entscheidungshilfe für den Konsumenten dienen.

Ein ExpertInnenteam, bestehend aus Dr. Friedrich Hinterberger (SERI), Dr. Stefan Giljum (SERI), Mag.a Eva Burger (SERI) und Dipl. Ing. Christopher Manstein (Faktor 10 Institut Austria), führte im Zeitraum von April 2008 bis Juni 2008 im Auftrag von ECR-Austria eine Pilotstudie durch. Das Ziel der Pilotstudie war die Bewertung der Eignung des gewählten Indikatorensets, bestehend aus Ökologischer Fußabdruck, CO2-Rucksack (engl. carbon footprint), Ökologischer Rucksack und Wasser-Rucksack, für die Messung und Bewertung der Nachhaltigkeitsqualität von Produkten anhand zweier beispielhaft ausgewählter Produkte. Für die Auswahl des Indikatorensets, das der Bewertung der Nachhaltigkeitsqualität eines Produktes zugrunde liegt, stand die Balance zwischen wissenschaftlich fundierter Bewertung und einem ökonomischen Kosten-Nutzen-Verhältnis der Datenerhebung und Datenverarbeitung im Vordergrund.

Die Kernergebnisse der Pilotstudie enthalten interessante Erkenntnisse für die Messung und Bewertung der Nachhaltigkeitsqualität von Produkten in Kooperation mit Unternehmen, die zur aktuellen internationalen Debatte einen wesentlichen Beitrag leisten. Mehr Informationen über die Pilotstudie finden Sie im Informationspapier ECR AG Nachhaltigkeit.

Im Rahmen einer Folgestudie (August 2008 bis November 2008) sollen nun weitere Erfahrungen mit der Anwendung der beiden Berechnungsmethoden und der vier daraus ableitbaren Indikatoren gesammelt werden, um die Verwendbarkeit der beiden Methoden für Unternehmen besser einschätzen und Unternehmen konkrete Methoden-Standards empfehlen zu können. Im Zuge des ECR Infotags 2008 am 5. November wurden die bisherigen Ergebnisse einem breiten Publikum von VertreterInnen der bedeutendsten Produktions- und Handelsunternehmen in Österreich präsentiert.

Die Präsentation der ECR Arbeitsgruppe Nachhaltigkeit am ECR Infotag 2008 “Nachhaltigkeitskriterien für die Produktbewertung” finden Sie hier

Von 3. bis 5. Juni 2009 fand die ECR Europe Conference 2009 in Barcelona statt, an der mehr als 2500 VertreterInnen aus Handel und Produktion teilnehmen. Das Motto des Jahres war “Our world is changing – our shoppers demand more”. Fritz Hinterberger (SERI) und Jörg Greimel (bauMAX AG) präsentierten die neuesten Erkenntnisse der Arbeit der österreichischen ECR Arbeitsgruppe Nachhaltigkeit in dem Workshop “getting lean by going green”.

Informations- und Diskussionsrunden

Seit dem Jahr 2010 organisiert SERI Informations- und Diskussionsrunden zum Thema „Footprinting“.

Die Informations- und Diskussionsrunden zum Thema „Carbon Footprint“ stellten 2010 den Auftakt dar, weitere Prozesse zum Thema Wasser und später möglicherweise anderer Indikatoren (z.B: abiotischer und biotischer Materialeinsatz) sind auch angedacht.

Ziel der Informations- und Diskussionsrunden ist es, den Mitgliedern von ECR die einzelnen Nachhaltigkeitsmessmethoden vorzustellen und das Wissen darüber zu vertiefen. Im Zuge der Diskussion sollen wichtige Punkte für die Anwendung eines „Carbon Footprint“ Labels auf eine gesamte Produktpalette sowohl wissenschaftlich als auch praxisorientiert diskutiert werden.

Vortragende waren unter anderem Dr. Klaus Radunksy zur ISO Norm 14067 Carbon Footprint of Products oder Dr. Thomas Lindenthal über Praxiserfahrungen zur Anwendung des Carbon Footprints für ganze Sortimente anhand des Beispiels CO2?Label „Zurück zum Ursprung“.

Im Jahr 2011 werden die Informations- und Diskussionsrunden vom „Carbon Footprint“ losgelöst und umfassendere und weitere Konzepte werden vorgestellt.

1. Informations- und Diskussionsrunde im Jahr 2011

Am Dienstag, 17.05.2011, fand die erste, von SERI organisierte, ECR Informations-und Diskussionsrunde zum Thema ökologische Nachhaltigkeit statt. Unter Anwesenheit zahlreicher Unternehmensvertreter aus Handel und Produktion wurde über Nachhaltigkeit referiert und diskutiert.

Der erste Vortrag von SERI (Fritz Hinterberger, Eva Burger) war zum Thema „Anwendungsbeispiele des SERI-Indikatoren-Sets“. Projekte auf europäischer Ebene wurden angesprochen sowie Zusammenarbeiten mit Handelsketten wie REWE, SPAR oder RZB/ZHS präsentiert. Die Präsentation kann hier eingesehen werden.

Der zweite Vortrag wurde von Wolfgang Pekny (Plattform Footprint) gehalten. Er erläuterte die Grenzen des Wachstums, zeigte die Schwierigkeiten und Notwendigkeiten gemeinsamer Lösungen auf und berichtete über den Zusammenschluss zum „Netzwerk Footprinting“. Die Präsentation kann hier heruntergeladen werden. Das Mission Statement des “Netzwerk Footprinting” finden sie hier.

Als weiterer Gast konnte Graham Sinden von Carbon Trust gewonnen werden. Er ist in alle wichtigen Standardisierungsprozesse eingebunden (PAS 2050, GHG Protocoll und ISO Norm). Sinden sprach über die Wichtigkeit von Methodenstandards und präsentierte die Zusammenarbeit mit TESCO, welcher als Pionier des Carbon Footprintings auf Produktebene gesehen wird. Die Präsentation kann hier heruntergeladen werden.

Abschließend stellte ein ECR-Member-Unternehmen, Henkel, durch Petra Madlé seine Tätigkeiten im Bereich der Nachhaltigkeit vor.

[date] News

    [paper] Publikation

    [person] Kontakt

    [website] Projekt Website

    [person] Projektpartner

    [person] Kunde

    [projects] Verwandte Projekte

    [book_open] Verwandte Themen

    [duration] Projektdauer

    • Juni 2007 – März 2010

     

    Highlight: Ernährung


    SERI Newsletter | Archive
    * required field