Ökoeffizienz

Modellierung von Ökoeffizienz und Nachhaltigkeit der Österreichischen Wirtschaft

Ziel des hier vorgestellten Forschungsprojektes, das vom Jubiläumsfonds der Österreichischen Nationalbank finanziert wurde, war es, die Nachhaltigkeit und Ökoeffizienz Österreichs mit Hilfe eines um Umwelt- und Beschäftigungsdaten erweiterten Input-Output-Modells zu analysieren.

Die Modellierung einer nachhaltigen Entwicklung erfordert neben der Berücksichtigung der ökonomischen Entwicklung auch die Integration von ökologischen und sozialen Aspekten. Dazu ist es notwendig, alle Interaktionen zwischen wirtschaftlicher Entwicklung, sektoralem Strukturwandel, Umweltverschmutzung, Material- und Energieverbrauch sowie sozialer Entwicklung bestmöglich zu erfassen. Der Input-Output-Ansatz ist ein geeigneter Rahmen um dieser Zielsetzung gerecht zu werden, da er ökologische, soziale und wirtschaftliche Sachverhalte in konsistenter Weise verbinden kann.

In dieser Untersuchung wird er dazu verwendet, um physische Daten zur Beschreibung des ökologischen Systems mit monetären Daten zur Beschreibung des ökonomischen Systems zu integrieren. Dabei wurde dargestellt, wie sich die einzelnen Größen über den Zeitraum von 1995 bis 2000 in den untersuchten 55 Sektoren verändern und ob die gezeigten Entwicklungspfade gewissen Mindestbedingungen der Nachhaltigkeit entsprechen.

Die Mindestbedingung für ökologische Nachhaltigkeit fordert, dass die Ressourcenproduktivität schneller wachsen muss als die Wirtschaft um eine absolute Reduktion des Umweltverbrauchs bzw. der Umweltverschmutzung zu erreichen. Die Mindestbedingung für soziale Nachhaltigkeit ist erfüllt, wenn die Wirtschaft schneller wächst als die durchschnittliche Arbeitsproduktivität pro Kopf, um die Anzahl von Erwerbsarbeitsplätzen zu erhöhen.

Die Beurteilung der Nachhaltigkeit der österreichischen Sektoren mit Hilfe der definierten Bedingungen lässt nicht auf ein nachhaltiges Wirtschaftswachstum im Zeitraum zwischen 1995 und 2000 schließen. Die ökologische Nachhaltigkeit (sowohl bezogen auf den Materialverbrauch, als auch auf die CO2-Emissionsbelastung) ist weder für die gesamte Wirtschaft, noch für viele Sektoren erfüllt. Das Kriterium der sozialen Nachhaltigkeit wird von der österreichischen Wirtschaft als Ganzes erfüllt. Eine sektorale Betrachtung ist hier jedoch nicht zielführend, da die Forderung nach zusätzlichen Arbeitsplätzen in jedem Sektor mit einem aus Nachhaltigkeitsgesichtspunkten notwendigen strukturellen Wandel nicht vereinbar ist.

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Projektpartner


    Projektdauer

    • 2003 – 2005

    Kunde

    • Jubiläumsfond der Österreichischen Nationalbank


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