KONSumentInnen und ENergieSparmaßnahmen: Modellierung von Auswirkungen energiepolitischer Maßnahmen auf KonsumentInnen (KONSENS)

KONSENS analysiert energiepolitische Maßnahmen, die direkt auf KonsumentInnen abzielen in Hinblick auf ihre Effektivität und sozialen Auswirkungen. Die Analyse der Auswirkungen erfolgt mithilfe des integrierten Umwelt-Wirtschaft-Energie-Modells e3.at, das im Rahmen des Projektes um die Darstellung unterschiedlicher Haushaltstypen ergänzt wird.

Haushalte verfügen über ein erhebliches ungenütztes Potenzial, durch Effizienzsteigerungen, Verhaltensänderungen und Umstieg auf emissionsärmere Energieformen Energie einzusparen und damit zum Klimaschutz beizutragen. Bisher war der Schwerpunkt der Energiepolitik auf die Unternehmen ausgerichtet, während die privaten Haushalte nur vereinzelt durch direkte Maßnahmen erfasst wurden. Um die Klimaziele zu erreichen, orientiert sich die aktuelle politische und wissenschaftliche Diskussion inzwischen jedoch vermehrt auch an politischen Maßnahmen, die auf eine Reduktion des privaten Energiebedarfs abzielen.
Das Projekt KONSENS möchte zu diesen Bemühungen beitragen und aufzeigen, welche politischen Maßnahmen die KonsumentInnen unterstützen könnten, ihre Energiesparpotenziale auszuschöpfen. Im Rahmen der Analyse soll neben dem – durch die Maßnahmen angestoßenen – Energie- und CO2-Einsparungspotenzial, auch die wirtschaftliche und soziale Verträglichkeit der Maßnahmen untersucht werden.
Dazu werden fünf energiepolitische Maßnahmen, die direkt auf KonsumentInnen abzielen, auf ihre Effektivität und ihre sozialen Auswirkungen auf unterschiedliche Bevölkerungsgruppen untersucht werden. Die Maßnahmen umfassen eine CO2-Card für alle BürgerInnen, eine Mehrwertsteuersenkung auf energiesparende Produkte, die Abschaffung der Pendlerpauschale, verschiedene Energiebeihilfen und eine Änderung der Wohnbaubeihilfe (Schwerpunktverlagerung auf Sanierung).
Die Analyse der Auswirkungen erfolgt mithilfe des integrierten Umwelt-Wirtschaft-Energie-Modells e3.at. Das gesamte Modellsystem beinhaltet zum jetzigen Zeitpunkt ein Wirtschaft-Modell (inklusive Input-Output-Modell, Arbeitsmarkt-Modell und System der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen), ein Energiemodell, ein Materialmodell, ein Wohnungsbaumodell und ein Außenhandelsmodell. Private Haushalte sind bisher nur pauschal als durchschnittlicher österreichischer Haushalt abgebildet, der zwischen 37 Konsumverwendungszwecken unterscheiden kann. Um soziale und verteilungspolitische Auswirkungen von energiepolitischen Maßnahmen darstellen zu können, werden im Rahmen des Projektes daher unterschiedliche Typen von Haushalten im Modell abgebildet.
Die Modellierung liefert als Ergebnis quantitative Abschätzungen für die zu untersuchenden Indikatoren (Wirtschaftswachstum, CO2-Emissionen, Energieverbrauch, Beschäftigung, etc.) und zeigt Auswirkungen auf die im Modell implementierten Haushaltstypen für die modellierten Maßnahmen auf. Dadurch können mögliche sozial nachteilige Auswirkungen, Zielkonflikte und deren Bekämpfung aufgezeigt werden, um so politische Strategien mit Bedacht auf ihre Auswirkungen auf Umwelt, Gesellschaft und Wirtschaft zu konzipieren.
Stakeholder und ExpertInnen werden über mehrere Workshops zur Teilnahme am Projekt eingeladen, um durch die Einbindung ihres Wissens die Qualität der Modellierung zu verbessern, aber auch um ihre Identifikation mit den Projektergebnissen zu verbessern und so die Umsetzungschancen zu erhöhen. Auf die öffentliche und wissenschaftliche Verbreitung der Ergebnisse wird besonderes Augenmerk gelegt.

[date] News

[paper] Publikation

[person] Contakt

[website] Projekt website

[person] Projektpartner

  • GWS Gesellschaft für Wirtschaftliche Strukturforschung mbH (GWS), Osnabrück, Deutschland

[person] Kunde

  • Neue Energien 2020 (Klima- und Energiefonds)

[projects] Verwandte Projekte

Verwandte Themen

[duration] Projektdauer

  • Oktober 2009 – Mai 2011

Leave a Reply

*

 

Highlight: Ernährung


SERI Newsletter | Archive
* required field