© Gianmaria Gava

Tag der Demokratie: Unterlaufen ökologischer und sozialer Standards verhindern

SERI MitarbeiterInnen sprechen sich für Transparente Verhandlungen von TIPP und CETA aus:

Anlässlich des gestrigen Internationalen Tages der Demokratie sprechen sich auch die MitarbeiterInnen des SERI für Transparenz bei den Verhandlungen des TTIP und CETA-Abkommen aus und haben kein Verständnis dafür, dass die Europäische Bürgerinitiative „STOP TTIP“ von der EU-Kommission abgelehnt wurde.

Am 10.09.2014 wurde die Europäische Bürgerinitiative “STOP TTIP” durch die Europäische Kommission mit der Begründung abgelehnt, dass diese “[...]geplante Bürgerinitiative [...] offenkundig außerhalb des Rahmens, in dem die Kommission befugt ist, einen Vorschlag für einen Rechtsakt der Union vorzulegen, um die Verträge umzusetzen [liegt]” (15.09.2014: http://ec.europa.eu/citizens-initiative/public/initiatives/non-registered/details/2041).

Diese Bürgerinitiative möchte Verschlechterungen  bei bestehenden Beschäftigungs-, Sozial-, Umwelt- Privatsphären- und Konsumentenstandards verhindern. Die Vergangenheit zeigt, dass Investitionsschutz zu Lasten von Umwelt- und VerbraucherInnen-Schutz gehen kann.  Viele BürgerInnen beider betroffener Kontinente, Europa und Nord-Amerika, befürchten, dass bestehende ökologische und soziale Standards in Folge der beiden verhandelten Abkommen unterlaufen werden und fordern transparente Verhandlungen.

Freihandelsabkommen haben schon in der Vergangenheit oft bewiesen, dass sie soziale und ökologische Folgekosten mit sich bringen und dass das so erzeugte Wachstum auf Kosten von KMU, KleinbäuerInnen und anderen nachhaltigen  Strukturen (und Organisationsformen) gehen. Nachhaltige Entwicklung braucht einen Paradigmenwechsel in den Handelbeziehungen.

Die Zeit drängt: Ein erster Entwurf des CETA-Abkommens mit Kanada soll bereits Ende September präsentiert werden.

Ein Rechtsgutachten von Prof. Bernhard Kempen aus Deutschland, kam im April diesen Jahres zu folgendem Schluss, dass “Nach [sic!] den vorstehenden Ausführungen ist klar, dass die beiden von dem Auftraggeber entworfenen EBI-Varianten [Anmerkung: EBI=Europäische Bürgerinitiative] grundsätzlich rechtlich zulässig, also registrierungsfähig sind.“ (15.09.2014: http://stop-ttip.org/wp-content/uploads/2014/09/EBI-Gutachten20140430.pdf).

Während die Europäische Kommission ein demokratisches Werkzeug der Bürgerinnen und Bürger verhindert, feiert das Europäische Parlament, das in die TTIP- und CETA-Verhandlungen bisher ebenfalls kaum eingebunden war, diesen Tag der Demokratie. (siehe unter anderem: https://plus.google.com/+europeanparliament/posts/g65KH7ghzQd?pid=6059225248319968322&oid=104446814635449965626; 15.09.2014)

Die SERI MitarbeiterInnen sind davon überzeugt, dass zu einem demokratischen Prozess auch die Zulassung kritischer Initiativen gehört. Verhandlungen über völkerrechtliche Verträge mit solch ungeheurer Reichweite für die Menschen hüben wie drüben müssen demokratisch gestaltet werden.

SERI warnt : Die Ressourcen der Erde sind erschöpft – Earth Overshoot Day

Die Menschen der Erde verbrauchen innerhalb von acht Monaten die Kapazität der globalen Ressourcen eines ganzen Jahres. Heute, am 19. August, ist „Earth Overshoot Day“, der Tag, an dem die Menschheit rechnerisch die natürlichen Ressourcen eines ganzen Jahres erschöpft hat. Ab heute brauchen wir die natürlichen Vorräte auf. Für den Rest des Jahres erhalten wir unseren Bedarf an natürlichen Ressourcen aufrecht, indem wir die Vorräte an lokalen Ressourcen reduzieren und mehr Kohlenstoffdioxid in die Atmosphäre befördern.

Ähnlich wie die Unternehmen und Haushalte Buchhaltung über Einkommen und Ausgaben führen, führt das Global Footprint Network Buch über Angebot und Nachfrage an natürlichen Ressourcen und ökologische Leistungen durch die Menschheit. Die Ergebnisse sind ernüchternd: Global Footprint Network stellt fest, dass wir in ungefähr acht Monaten den Vorrat an erneuerbaren Ressourcen für ein ganzes Jahr verbrauchen und wir mehr CO2 ausstoßen, als die Erde innerhalb dieser Zeit wieder umwandeln kann.

1993 fiel der „Earth Overshoot Day” auf den 21. Oktober. „Earth Overshoot” markiert das ungefähre Datum, an dem unsere Nachfrage an natürlichen Ressourcen das Angebot eines ganzen Jahres übersteigt und damit auch die Kapazitäten unseres Planeten, alle konsumierten Ressourcen abzubauen und zu erneuern .Im Jahr 2003 fiel der Earth Overshoot Day auf den 22. September. Nach den aktuellen Trends wird klar: Der „Earth Overshoot Day” findet jedes Jahr etwas früher statt.

Mehr Informationen finden Sie hier: Overshoot day 2014

Overshoot-Day ist heuer am 20. August

Das Jahresbudget der Erde ist für dieses Jahr aufgebraucht.

- Der „Earth Overshoot Day“ fällt heuer auf den 20.August. Das ist der Tag, an dem der Ökologische Fußabdruck der Menschheit die Biokapazität unseres Planeten überschritten hat. Nach Berechnungen des Global Footprint Network (GFN) wird die im Jahr 2013 verfügbare Gesamtleistung der Natur somit in weniger als neun Monaten aufgebraucht sein. „Der Ökologische Fußabdruck der Menschheit übersteigt die Biokapazität der Erde heute bereits um mehr als die Hälfte. Die Naturressourcen, die ab morgen verbraucht werden, können in diesem Jahr nicht mehr regeneriert werden. Sieben Milliarden Menschen verbrauchen derzeit mehr als eineinhalb Planeten Erde“, warnen die Umweltorganisationen WWF, GLOBAL 2000 und Greenpeace. -

Lesen Sie den entsprechenden Artikel auf footprint.at sowie wwf.at!

Die Welt am Ende: 27. September ist Overshoot Day

Heuer fällt der Welterschöpfungstag („Global Overshoot Day“) auf Dienstag, den 27. September. An diesem Tag hat die Menschheit alle Ressourcen beansprucht, die für dieses Jahr zur Verfügung stehen, wenn wir nachhaltig gewirtschaftet hätten. Ab diesem Tag wird die Menschheit bis zum Jahresende über die Verhältnisse leben – sozusagen auf Pump – und das Kapital der Natur aufzehren anstatt sich mit den Erträgen zufrieden zu geben.

„Nicht nur die Banken und Staaten befinden sich in einer Schuldenkrise sondern auch die Menschheit als Ganzes hat ein Schuldenproblem. Wir nehmen uns zu viel von der Natur und können nicht zurückzahlen“, warnen die Umweltorganisationen WWF, GLOBAL 2000 und Greenpeace.

Diese Warnung kommt von Wissenschaftlern des Global Footprint Network, an dem auch der WWF und die Plattform Footprint beteiligt sind. Für die Berechnungen wird die auf der Erde verfügbare Biokapazität – das „Einkommen“ aus natürlichen Ressourcen, die sich jedes Jahr erneuern – mit dem ökologischen Fußabdruck, den „Ausgaben“ verglichen. Der ökologische Fußabdruck (Footprint) entspricht dem Bedarf an natürlichen Ressourcen, die wir für unseren Lebensstil, für die Produktion von Nahrung, Gütern und für den Ausgleich der CO2-Emissionen beanspruchen.

Mehr Informationen dazu finden Sie hier.

(English) Zu wenig Schulplätze in Mehrstufenklassen – Petition jetzt unterschreiben!

Leider ist der Eintrag nur auf English verfügbar.

(English) Abgase rasen oder grüner Rasen?

Leider ist der Eintrag nur auf English verfügbar.

(English) September 25 is Earth Overshoot Day: The day our demand surpasses nature’s budget

Leider ist der Eintrag nur auf English verfügbar.

 

Highlight: Ernährung


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