© Gianmaria Gava

Blog: Die Welt ist voller Lösungen

Blogbeitrag von Fritz Hinterberger

„Die Welt ist voller Lösungen. Mit Kreislaufwirtschaft raus aus dem Abfallwahn(sinn)?!“ Unter diesem Motto lud der CSR Circle gestern (12.03.2019) in die Wiener Labstelle. Rund 100 Menschen sind der persönlichen Einladung gefolgt. Und ich hatte das Vergnügen, gleich zu Beginn gemeinsam mit Christian Plas von der denkstatt die Bühne dafür zu bereiten, bevor dann 7 Beispiele aus allen Wirtschaftsbereichen präsentiert wurden. Was mir bei dem Thema wichtig ist (und sich gerade in unserem Projekt meetPASS wieder zeigt):

Echte Kreislaufwirtschaft ist unabdingbar, wenn es darum geht, die Ziele der Pariser Klimakonferenz und auch die globalen Nachhaltigkeitsziele (SDGs) zu erreichen. Echte Kreislaufwirtschaft ist daher aber kein Ziel an sich, sondern kann und muss einen Beitrag leisten zu einer weitgehenden Dematerialisierung („Faktor 10“), also der Verringerung der durch unseren Konsum verursachten Ressourcenentnahme um 90% auf ein Zehntel des heutigen Werts. Und dabei geht es mitnichten nur um Verpackungen und Einweggeschirr. Dr. Markus Schopf von Borealis hat wieder einmal eindrucksvoll gezeigt, wie Kunststoffe in praktisch allen Konsum- und Produktionsbereichen heute nicht mehr weg zu denken sind. Und es geht auch nicht nur um fossile und nicht-nachwachsende Rohstoffe. Erneuerbare Ressourcen wachsen zwar nach, sind aber umso knapper, je mehr wir auf sie umsteigen. Schließlich wachsen sie auf einer begrenzten Erdoberfläche.

Entscheidend dafür wird auch sein, dass die „Preise die ökologische Wahrheit sagen“, also deutlich merkbare Steuern auf Ressourcen und Treibhausgase erhoben und die Arbeit entsprechend entlastet wird. Natürlich müssen sich auch die Bürgerinnen und Bürger als Konsumentinnen und Konsumenten an der erforderlichen „Ressourcenwende“ beteiligen, damit die Übung gelingt, das Klima noch rechtzeitig zu stabilisieren. Mindestens ebenso wichtig ist aber ihr Einfluss als Wählerinnen und Wähler, die der Politik klarmachen, dass mit einer solchen öko-sozialen Steuerreform auch Wahlen gewonnen werden können.

Damit das Thema aber andererseits etwas vom politischen Tagesgeschäft abgekoppelt werden kann, denken wir gerade über eine Institutionalisierung der Ressourcen- und Klimapolitik nach dem Vorbild der unabhängigen Nationalbanken nach. Mit der klaren und demokratisch legitimierten Aufgabe, Ressourcenverbrauch und Treibhausgase zu reduzieren, ausgestattet mit einem Instrumentarium (z.B. handelbaren Zertifikaten), dann aber unabhängig vom aktuellen politischen Willen. Eine Öko-EZB, sozusagen. Mehr davon bald auf diesem Kanal. Stay tuned.

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Blog: AUS DER WERKSTATT – KLIMAPOLITIK IST GUT FÜR DIE WIRTSCHAFT!

ERSTE ERGEBNISSE DES SERI/GWS meetPASS-PROJEKTS
FÜR DEN ÖSTERREICHISCHEN KLIMAFONDS

von Friedrich Hinterberger

Das Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC), der Weltklimarat der Vereinten Nationen, veröffentlichte im Herbst 2018, kurz vor der Klimakonferenz im polnischen Kohlerevier Kattowitz einen Bericht, nach dem die Menschheit nur mehr 6-700 Gigatonnen (GT) CO2 emittieren dürfe, um zu erreichen, dass die globale Temperatur um nicht mehr als 1,5 Grad ansteigt verglichen mit dem Niveau vor der industriellen Revolution  – und auch das nur mit 50%iger Wahrscheinlichkeit (https://report.ipcc.ch/sr15/pdf/sr15_spm_final.pdf).

Das sind 6-700.000.000.000 Tonnen – oder 100 Tonnen pro heute lebendem Erdenbürger. Schon bei 1,5 Grad sind die von den Wissenschaftlern erwarteten Folgen erheblich – darüber hinaus wären sie dramatisch.

Die Grundlagen dazu hatte bereits vor 10 Jahren der Wissenschaftliche Beirat für globale Umweltfragen der deutschen Bundesregierung (WBGU) in einem Sondergutachten gelegt.

Derzeit verbraucht die Weltgemeinschaft ca 34 Gigatonnen/Jahr – bei weiterhin steigender Tendenz auf ca. 45 Gigatonnen – das sind fast konstant 4,5 Tonnen pro Kopf und Jahr. Das heißt, in 15-20 Jahren wäre die Zahl von 6-700 Gigatonnen erreicht. Ohne zusätzliche Maßnahmen würden die Gesamtemissionen bis 2050 auf das doppelte der einigermaßen sicheren 6-700 GT, nämlich auf ca 1300 GT, ansteigen.

Seit fast 2 Jahren arbeiten wir nun gemeinsam mit unserem langjährigen Partner der Gesellschaft für wirtschaftliche Strukturforschung (GWS) für den österreichischen Klimafonds daran, zu berechnen, was nötig wäre, um dieses bei der Klimakonferenz in Paris 2015 beschlossene Ziel zu erreichen (www.meetpass.at). Die ersten Ergebnisse haben wir kurz vor Kattowitz bei der Wiener “Growth in Transition”-Konferenz vorgestellt. Und gerade jetzt sind wir dabei, die gewonnen Daten näher zu analysieren.

Zunächst: was passiert, wenn nichts passiert? Wenn also (über das bereits beschlossene hinaus) alle gesellschaftlchen Akteure (Unternehmen, Haushalte und die Politik) weiter machen wie bisher. Referenzszenarieo oder “Business as Usual” nennen die Kollegen von der GWS, Martin Distelkamp und Mark Meyer, dieses Szenario. Es ist also keine Prognose sondern die Abschätzung eines “Was wäre wenn…”. Und das Ergebnis ist: während sich die weltweite Wirtschaftsleistung 2050 fast verdoppeln würde (+85%), steigen die Emissionen um ein Drittel. Es gibt sie also, die berühmte „Entkopplung“ der Treibhausgase vom Wirtschaftswachstum. Sie reicht aber bei weitem nicht aus, um die Emissionen tatsächlich zu senken.

Um das Ziel von insgesamt nur mehr 6-700 GT zu erreichen, müssten die Emissionen pro Kopf defakto ab sofort deutlich sinken – und zwar auf etwa eine Tonne pro Kopf der Weltbevölkerung in 2050. Das ist eine Reduktion auf etwa ein Fünftel – um fast 80%. In Europa (EU) liegen wir derzeit bei 8 Tonnen/Kopf. Die erforderliche Reduktion auf eine Tonne ist also noch größer.

Die gute Nachricht – das zeigen wir in unserem zweiten Szenario:  eine solche Reduktion ist nicht nur ohne wirtschaftlichen Zusammenbruch möglich. Die Wirtschaft würde sogar stärker wachsen als ohne verstärkte klimapolitische Anstrengungen (global um 100% statt „nur“ um 85%). Und in Europa wäre die wirtschaftsankurbelnde Wirkung noch stärker. Statt erwarteter 31% Erhöhung des europäischen Bruttoinlandsprodukts (was im langjährigen Durchschnitt unter 1% bedeutet) ohne verstärkte Klimapolitik wären so 45% möglich, was einer Verstärkung des Wachstums von fast 50% entspricht.

Erforderlich wäre dafür neben einer Reihe von anderen Maßnahmen vor allem eine Erhöhung der Preise für CO2 auf 225-265 $ pro Tonne. Schon heute wird nach dem europäischen Emissionshandelssystem ein Preis von 11$ fällig. Es handelt sich also um eine Verzwanzigfachung, die eine solche wirtschaftlich wie ökologisch positive Entwicklung noch herbei führen könnte. Global gibt es ein solches System aber (noch) nicht. Je später wir auf einen solchen Pfad einschwenken, desto schneller müssten die Preise steigen, um das Gesamtziel noch zu erreichen. Das wäre vermutlich dann auch ökonomisch fatal.

Die Möglichkeit eines solchen Emissionshandelssystems auf globaler Ebene haben bereits vor 30 Jahren die Inder Anil Agarwal und Sunita Narain ins Spiel gebracht (http://www.indiaenvironmentportal.org.in/files/GlobalWarming%20Book.pdf). Aktuell fordert der Club of Rome in seinem Bericht „Wir sind dran“ (engl. „Come on“) einen solchen Budgetansatz (https://www.randomhouse.de/Buch/Wir-sind-dran-Club-of-Rome-Der-grosse-Bericht/Ernst-Ulrich-von-Weizsaecker/Guetersloher-Verlagshaus/e529351.rhd, S. 252 ff.). Und auch in seinem „Climate emergency plan“ (https://www.clubofrome.org/2018/12/03/the-club-of-rome-launches-the-first-climate-emergency-plan/) wird die Einführung einer realistischen Verteuerung und Besteuerung gefordert, um die wahren Kosten fossiler Brennstoffe und Ressourcen herzustellen.

Wie kann ein solcher Budgetansatz weltweit umgesetzt werden? Eine Idee dafür ist eine an die globale Finanzarchitektur angelehnte  Organisation, die (einmal demokratisch legitimiert) allein der Erreichung dieser Ziele verpflichtet ist.

In den meisten Ländern wacht heute eine von Regierungen weitgehend unabhängige Zentralbank über die Geldmenge und die Einhaltung vorgegebener Inflationsziele (sie sollte nicht zu hoch, aber auch nicht zu niedrig sein).

In ähnlicher Weise könnten nationale und mit entsprechenden Instrumenten ausgestattete Institutionen darüber wachen, dass die pro-Kopf-Emissionen eines Landes (und damit letztlich auch weltweit) in einem bestimmten, vorgegebenen Korridor auf letztlich 1 Tonne/Kopf und Jahr bis 2050 sinken. Da derzeit viele („Entwicklung-“)Länder noch unter einem solchen Korridor liegen, ist auch ein internationaler Ausgleich nötig, bei dem Länder, deren Emissionen über dem Korridor liegen, Zertifikate von diesen Ländern zukaufen, was dort zusätzliche finanzielle Mittel und damit wirtschaftliche Chancen ermöglicht (ein solcher Mechanismus ist in den obigen Zahlen – noch – nicht berücksichtigt).

Eine andere Möglichkeit wäre natürlich die Um- und Durchsetzung einer in allen Ländern wirksamen Steuer auf CO2/Treibhausgase mit dem Ziel, die Preise entsprechend zu verteuern und ggf. über Steuersenkung und Förderung (ev. auch einen pro-Kopf-Transfer wieder zurück zu geben). Genauere Berechnungen zu den Effekten solcher Maßnahmen stehen noch aus.

Schon jetzt ist unsere Arbeit aber eine Bestätigung dessen, was Klimaforscher und ökologische Ökonominnen und Ökonomen seit Jahren fordern – wieder einmal mit aktuellen Zahlen belegt. Die Ergebnisse unserer Arbeit sind aber viel tiefer gehend. Wir können die Daten für über 30 Länder und Branchen analysieren, die Auswirkungen auf die Arbeitslosigkeit ebenso abschätzen wie auf den Ressourcenverbrauch (nicht nur die Emissionen). Fleischkonsum und Flächenverbrauch, Wasser und Energie – all das werden wir uns in den nächsten Wochen genauer anschauen. Und veröffentlichen.

Im Grunde ist es nicht weniger als die Darstellung zweier möglicher, umfassender Sozial- und Wirtschaftsgeschichten der nächsten 35 Jahre. Und ein drittes Szenario wird uns auch noch beschäftigen. Was passiert, wenn zusätzlich noch die Zivilgesellschaft aktiv wird, und in den reichen Teilen der Erde weniger Druck auf weiteres wirtschaftliches Wachstum erzeugt, in dem die Menschen weniger konsumieren, aber auch mehr Freizeit haben werden. Seien Sie gespannt – wir sind es auch!

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Blog: Zeigen, dass es geht!

von Fritz Hinterberger

Die Bundespräsidentenwahl in Österreich, aber auch die politischen Entwicklungen in vielen anderen Ländern zeigen die große Verunsicherung angesichts der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Umwälzungen allüberall.

Eigentlich wissen wir seit 30-40 Jahren, was zu tun wäre, um diese Welt gerechter und besser zu machen und dramatisch weniger „Um-Welt“ zu verbrauchen.
Bildungs- und Gesundheitssystem, soziale Sicherung und globale Entwicklung sind weitere Bereiche, in denen heute wenig weiter geht.
Die Wirtschaft, das Wirtschaftssystem spielt dabei eine große, wenn nicht entscheidende Rolle.
Die „große Transformation“ zu einer “Verbesserung der Welt“ kann nur gelingen, wenn
1) viele Einzelne das richtige tun (zB. das richtige einkaufen, gekauftes nicht verschwenden, weniger Stress verursachen…)
2) dafür die richtigen Rahmenbedingungen geschaffen werden (zB. Steuern, staatliche Aufgaben, Ge- und Verbote), die das „nachhaltige“ fördern und das un-nachhaltige zurück drängen.
Dazu gehört auch ein gutes Verhältnis zwischen „Markt“, „Staat“ und „Zivilgesellschaft“.

Stattdessen entsteht eine „unheilige Allianz“ zwischen der globalen auf Finanzmärkten beruhenden Wirtschaft und „Populisten“, denen es gelingt, von den von ersterer verursachten Schäden zu profitieren.
Und die traditionelle Politik sozialdemokratischer wie konservativer „Volksparteien“, der selbst der Abstieg droht, weiß nicht, auf welche Seite sie sich schlagen soll.

Welche Rolle oder Aufgabe haben wir, SERI, in diesem Zusammenhang?
Was fehlt, wird oft gesagt, ist eine neue „Erzählung“, ein Bild, das zeigt, wie es anders, besser geht.
Die Verbesserungen, die von NGOs wie Greenpeace oder der neu entstandenen Gemeinwohlbewegung, um nur zwei zu nennen, vorgeschlagen, entwickelt und zum Teil umgesetzt wurden, stehen bislang noch weitgehend unverbunden nebeneinander.
Das gleiche gilt für Organisationen wie den „Runden Tisch Grundeinkommen“, die „Vollgeldinitiative“, die Plattform Footprint und vielen anderen. All diese Initiativen müssen inhaltlich vernetzt werden.

Am SERI arbeiten wir als Teil der Zivilgesellschaft seit über 15 Jahren daran, die vielen Aspekte, die Teil einer neuen Erzählung sein können, in ein ganzheitliches Bild zusammen zu führen: von der Bewertung von Produkten und Dienstleistungen nach ökologischen und sozialen Gesichtspunkten bis hin zur Formulierung möglicher gesamtwirtschaftlicher Zukünfte „nach dem Wachstum“. Wir tun das nicht im Elfenbeinturm sondern gemeinsam mit allen, die an einer solchen Transformation arbeiten wollen. SERI möchte die wissenschaftlichen Grundlagen dafür zur Verfügung stellen.

Es geht uns darum, zu zeigen, dass und wie “es geht!”. Es geht,Wirtschaft, Umwelt, Lebensqualität und Gerechtigkeit unter einen Hut zu bringen, so dass auch in Zukunft die Wirtschaft florieren, die Umwelt geschützt und Arbeitsplätze gesichert werden können und der Reichtum unserer Erde fair auf alle Menschen verteilt wird.

Wissenschaftlich fundierte Verbreitung dieses Wissens, so dass die große Transformation gelingt – das ist unser Anliegen.

N21 ist derzeit noch Teil unseres Kommunikationsschwerpunkts am SERI und soll demnächst organisatorisch und finanziell ausgegliedert werden .
N21 möchte erzählen, was es schon gibt und was noch gebraucht wird, um die Macht des Populismus und ungeregelter Finanzwirtschaft zurück zu drängen und tragfähige Alternativen zu stärken.

Das geht nur gemeinsam – in einer großen, gesellschaftlichen Bewegung. Wir möchten mit dem SERI Teil dieser Bewegung sein.
Es geht um was!

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SAVE THE DATE: Netzwerkabend am Mo, 06.06. zu “Nachhaltigkeit und Journalismus”

Am 6.6.2016 ab 17:30 findet der letzte SERI-Netzwerkabend in unserem Büro in der Garnisongasse statt. Im Juli übersiedeln wir dann in unser neues Domizil in der Schwarzspanierstraße, gleich um die Ecke. Dieses entsteht gerade als Faktor-X-Modell-Sanierung mit innovativen, Schadstoff-freien Materialien, die wir im Herbst präsentieren werden.

Davor aber noch einmal am gewohnten Standort: SERI-Netzwerkabend zum Thema „Nachhaltigkeit und Journalismus“.  Zugesagt haben bereits Roswitha Reisinger (Lebensart/Businessart - http://www.lebensart.at),  taz-Wissenschaftsredakteur Manfred Ronzheimer (live aus Berlin), der im Juni die Tagung „Blackout Planet – Die große Transformation und das Schweigen der Medien“  organisiert sowie Claus Reitan, seit kurzem im Vorstand des “Netzwerk Weitblick“, einem Zusammenschluss an Nachhaltigkeit interessierter JournalistInnen aus dem gesamten deutschsprachigen Raum.  Außerdem wird Anna Holl unsere weiteren Pläne für „N21“ vorstellen.

Der Netzwerkabend wird als Teil der “Aktionstage Nachhaltigkeit” stattfinden. Von 25. Mai bis 10. Juni finden dazu zahlreiche Veranstaltungen in ganz Österreich statt, um das vielfältige Engagement für eine Nachhaltige Entwicklung in Österreich vor den Vorhang zu holen.

Wann? 06.06.2016, ab 17:30
Wo? Garnisongasse 7/17, 1090 Wien

Wir freuen uns auf Ihr Kommen, weitere Informationen folgen in Kürze. Sie können sich gerne schon jetzt unter office@seri.at anmelden, die Teilnahme ist kostenlos.

“Ein ressourceneffizientes Europa” – Stellungnahme der Ressourcenkommission des deutschen Umweltbundesamtes erschienen!

Seit Juli 2013 unterstützt eine Kommission das deutsche Umweltbundesamt (UBA) mit Vorschlägen zur Weiterentwicklung der Ressourceneffizienzpolitik. ExpertInnen aus Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung beraten das UBA zur Weiterentwicklung von Ressourcenpolitik und wollen Ressourcenschutz in Deutschland und Europa mehr Gewicht verleihen. Auch SERI-Geschäftsführer Dr. Friedrich Hinterberger ist Mitglied dieser  ”Ressourcenkommission am Umweltbundesamt” (KRU).

Ende April 2016 veröffentlichte die KRU ein Positionspapier mit dem Titel “Ein ressourceneffizientes Europa – Ein Programm für Klima, Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung” in dem festgehalten wird, dass forcierte Ressourcenpolitik nicht nur notwendig sondern bei einer europäischen Vorreiterrolle auch vorteilhaft sei. Bezug wird dabei auch auf das von SERI mitgetragene EU-Projekt POLFREE genommen.

Das Positionspapier der KRU finden Sie hier.
Mehr zum Projekt POLFREE finden Sie unter polfree.seri.at

Highlight: Ernährung

Der Ernährungssektor steht derzeit vor einer Reihe von lokalen und globalen Herausforderungen. Die wachsende Weltbevölkerung, Veränderungen der Ernährungsgewohnheiten, steigende Nachfrage nach nachhaltigen Produkten und Klimawandel sind nur einige Beispiele dafür. Neben Industrieproduktion, Mobilität und Wohnen zählt Ernährung zu den wichtigsten Handlungsfeldern, wenn es darum geht, Nachhaltigkeits- und Klimaschutzziele zu erreichen.

Ganzheitliche Ernährungssysteme, die die Produktion, den Vertrieb und den Konsum von Nahrungsmitteln beinhalten, bilden die Eckpfeiler nachhaltigen Wirtschaftens und eines schonenden Umgangs mit natürlichen Ressourcen. Nachhaltige Ernährungssysteme zeichnen sich dadurch aus, dass sie in der Lage sind, sich an veränderte Rahmenbedingungen wie z.B. Klimaveränderungen, technologische Trends, ökonomische Rahmenbedingungen oder demographische Entwicklungen wie „steigende Weltbevölkerung“, aber auch „schrumpfenden Regionen“ anpassen können.

Im Unterschied zu den heuer auslaufenden Millenniums-Entwicklungszielen, die vorranging auf ärmere Länder im globalen Süden zielten, richten sich die neuen globalen Nachhaltigkeitsziele (Sustainable Development Goals, SDGs) an alle Länder, somit auch an Österreich. Ihre Erreichung erfordert gezielte Maßnahmen auch auf der lokalen Ebene. Positiv ist: Das Interesse an den Umweltauswirkungen unserer Ernährung rückt zusehends in den Fokus von Unternehmen und KonsumentInnen. Ernährungsgewohnheiten ändern sich und neue Esskulturen entstehen. KonsumentInnen möchten sich vorab über die ökologischen und sozialen Auswirkungen von Produkten informieren und Entscheidungen anhand objektiver und transparenter Kriterien treffen. Die Nachfrage seitens der KonsumentInnen nach lokal/ regional sowie nachhaltig produzierten Lebensmitteln und das Interesse an verlässlicher Information sowie Möglichkeiten zur Mitbestimmung sind größer denn je.

Wir unterstützen die verschiedenen AkteurInnen und Stakeholder der Ernährungswertschöpfungskette (Politik und Verwaltung, Unternehmen, Forschung, Gemeinden, NGOs) dabei, diese Herausforderungen erfolgreich zu bewältigen. Diesen Prozess verstehen wir systemisch, d.h. ökologische, wirtschaftliche und soziale Themen umfassend.

SERI leistet einen Beitrag dazu, Politik, Unternehmen, KonsumentInnen und andere Stakeholder der Ernährungswertschöpfungskette zu informieren und neue Wege zu finden, um die Produktion und den Konsum von Lebensmitteln ökologisch, sozial und wirtschaftlich nachhaltiger zu gestalten.

SERI bietet: wissenschaftliche Untersuchungen zu Fragen der Umsetzung des Nachhaltigkeitsprinzips im Bereich Ernährung auf allen Ebenen und Unterstützung in der Entwicklung von Strategien und Maßnahmen zur Umsetzung.

Unser Leistungsangebot im Agrar- und Lebensmittelsektor

Auf globaler Ebene analysiert SERI ernährungsbezogene Umweltfolgen (mittels um Umweltdaten, wie etwa Wasserverbrauch in Litern oder Flächennachfrage in Hektar, erweiterte Input-Output Analysen) vor dem Hintergrund folgender Fragestellungen:

  • Wie viele natürliche Ressourcen (Wasser, Landfläche etc.) sind in den Importen und Exporten eines Landes bzw. eines Kontinents (z.B. Europa) enthalten?
  • Welche Länder sind global gesehen die größten Nettoexporteure beziehungsweise Nettoimporteure von natürlichen Ressourcen?
  • In welchem Verhältnis stehen die in Importen enthaltenen Ressourcen zu den innerhalb des Landes bzw. des Kontinents verfügbaren Ressourcen?
  • Wie verändern sich die globalen Umweltfolgen, wenn sich Ernährungsgewohnheiten ändern, z.B. der Fleischkonsum reduziert bzw. erhöht wird und welche Auswirkungen entstehen dadurch auf die Umweltbereiche Fläche, Wasser, Material und CO?

Auf regionaler Ebene entwickelt SERI:

  • Innovative Strategien der Förderung alternativer, kurzer und lokaler Wertschöpfungsketten und Vermarktungskreisläufe und politische Gestaltungsinstrumente einer nachhaltigen Ernährungspolitik von Regionen und Kommunen
  • Machbarkeitsanalysen zur Einrichtung eines Urban/ Regional Food Policy Council als Forum partizipativer Entscheidungsfindung im Bereich nachhaltiger Ernährungspolitik
  • Begleitung von Stakeholder-Prozessen zur Gestaltung nachhaltiger Ernährungssysteme auf urbaner/ regionaler Ebene
  • Erstellung von Nachhaltigkeitsargumentarien: Was bedeutet Nachhaltigkeit für die lokale Lebensmittelproduktion, wo liegen die sozialen, ökologischen und wirtschaftlichen Potenziale?
  • Ermittlung regionaler Stärken und Herausforderungen in Bezug auf Nachhaltigkeit
  • Analyse der Unterschiede im Ressourcenverbrauch regionaler versus importierter Produkte mittels der Berechnung „Ökologischer Rucksäcke“ (Materialverbrauch, Wasserverbrauch, Treibhausemissionen, Flächennutzung) und ihrer Auswirkungen auf eine nachhaltige Lebensmittelversorgung
  • Ermittlung der Stärken und Schwächen von regionalen und lokalen Wertschöpfungsketten im Ernährungsbereich sowie deren Untersuchung bezüglich des Ressourcenverbrauchs –  zur optimalen Nutzung von lokalen Ressourcen sowie zur Schaffung sicherer Selbstversorgung, ökonomischer Unabhängigkeit und sozialer Identität der Bevölkerung mit regionalen Produkten

Für Unternehmen und Verbände bieten wir folgende Leistungen:

  • Entwicklung von Standards und Leitfäden zur Nachhaltigkeitszertifizierung von Produkten, Unternehmen und Regionen unter Berücksichtigung ökologischer, wirtschaftlicher und sozialer Nachhaltigkeitsaspekte
  • Erstellung von Prozessanalysen und Anpassungsstrategien zur Schaffung nachhaltiger Produktionsprozesse und Qualitätssicherung
  • Formulierung zielorientierter Bewertungsindikatoren, die eine einfache Anwendung für die Produkt- und Prozessevaluierung ermöglichen

Für Ihr Unternehmen bieten wir folgende Leistungen an:

  • Analyse der Umweltauswirkungen Ihrer Produkte und Ihres Unternehmens mit Hilfe unseres Umwelt-Footprint Ansatzes. Dabei berücksichtigen wir neben den CO2-Emissionen die  Umweltkategorien erneuerbare und nicht-erneuerbare Materialien, Wasser und Landfläche.  Diese Berechnungen sind  für das Thema Landwirtschaft und Ernährung von großer Relevanz
  • Begleitung in der Erarbeitung nachhaltig orientierter Unternehmenszielsetzungen
  • Individuell gestaltete, interne und externe Kommunikationsmaßnahmen, um die Einbindung aller Stakeholder optimal zu unterstützen

Referenzprojekte:

REWE Nachhaltigkeitsprogramm

Wissenschaftliche Beratung von REWE International, GLOBAL 2000 und Caritas bei der Entwicklung des Labels „Pro Planet“ zur Bewertung und Kennzeichnung der Nachhaltigkeit konventionell hergestellter Lebensmittel. Mit dem Label werden solche Produkte gekennzeichnet, die die Umwelt während ihrer Herstellung, Verarbeitung oder Verwendung deutlich weniger belasten und deren Produktionsbedingungen internationalen sozialen Standards entsprechen.

SERI entwickelte als wissenschaftlicher Partner in diesem Projekt das Konzept zur ökologischen Nachhaltigkeitsbewertung mit und führte in der Screeningphase die Pilot-Berechnungen für ca. 15 Produkte (Obst und Gemüse) aus unterschiedlichen Ländern durch.

Betriebsökologie Zwettler Brauerei

Untersuchung der Klimaauswirkungen und des Ressourcenverbrauchs der Zwettler Bierbrauerei anhand des SERI-Indikatorensets. Dabei nahm SERI eine Lebenszyklusanalyse des gesamten Betriebs vor, die dem Unternehmen zur internen Verdeutlichung der Umweltauswirkungen der Unternehmensabläufe diente. In einem nächsten Schritt wurden konkrete Umsetzungsmaßnahmen entwickelt.

Spar Schweinefleisch

Wissenschaftliche Beratung der SPAR auf ihrem Weg hin zu einer weiteren Verbesserung der Nachhaltigkeit im Unternehmen. Prozessschritte: Bestimmung der Ausgangslage, Identifizierung von Ansatzpunkten für Maßnahmen, Erfolgsüberprüfung mittels begleitender Messung in der Umsetzung.

Neue SERI-Studie zu Wachstumsschwäche für Rat für Forschung und Technologieentwicklung

Unter dem Titel “Aufgaben und Anforderungen an Forschung, Bildung und Innovation unter den Bedingungen einer anhaltenden Wachstumsschwäche“ erarbeiteten Christine Ax, Stefanie Gerold und Fritz Hinterberger 2015 im Auftrag des Rats für Forschung und Technologieentwicklung eine Studie, die jetzt auch öffentlich verfügbar ist.

Die Studie behandelt den Zusammenhang zwischen Wissenschaft, Innovation, Bildung und Wirtschaftswachstum und geht der Frage nach, welche neuen oder veränderten Aufgaben auf diese Bereiche in einem Szenario lang anhaltender Wachstumsschwäche zukommen.

Wer einschlägige Veröffentlichungen liest, ist stets auch mit dem Wachstumsdiskurs konfrontiert. Forschungsförderung wird in Kategorien des Wachstums diskutiert und an ihrem Beitrag zu Wachstum gemessen oder sie rechtfertigen ihr Tun im Kontext eines Wachstumsdiskurses. Es drängt sich der Eindruck auf, dass der Wachstumszwang umgekehrt proportional zur Wachstumsrate wächst – ohne, dass über grundsätzliche Alternativen nachgedacht wird.

Dies ist auch deshalb bemerkenswert, weil die Kosten des Wachstums (ökologisch und sozial) auch wachsen und nunmehr selber Wachstumsgewinne konsumieren – vor allem, wenn wir die Entwicklung anhand anderer Parameter messen, wie Gesundheit, Zufriedenheit, Artenvielfalt oder Klimaschutz. Oder wenn man die langfristigen Folgen bedenkt, die ein Wachstum haben kann, das nicht integrativ und inklusiv ist oder auf Kosten anderer Regionen dieser Erde geht.

Die Studie ist hier verfügbar.

POLFREE: Policy Briefs online!

Sechs Policy Briefs fassen die wichtigsten Forschungsergebnissen des von SERI mitgetragenen Projekts POLFREE (Policy Options for a Resource Efficient Economy) noch einmal zusammen. Im EU-Projekt unter Koordination des University College London (UCL) wurden unterschiedliche Wege in eine ressourceneffizientere Zukunft ergründet und modelliert. SERI hat die wichtigsten Ergebnisse des Projekts bereits unter polfree.seri.at in Bild, Videos und Text veröffentlicht, wo jetzt auch die Policy Briefs zu finden sind.

Links:

SAVE THE DATE: SERI-Netzwerkabend, Mo. 2.5., ab 17.30: “Engagiert euch! … Aber wie?”

Wir laden Sie sehr herzlich zu unserem nächsten Netzwerkabend am SERI ein, der am Montag, dem 2.5.2016, stattfinden wird. Gemeinsam mit unseren Gästen Margit Scherb (Sozialwissenschaftlerin, Entwicklungsforscherin), Christian Felber (Buchautor, Lektor an der WU Wien, Initiator der Gemeinwohl-Ökonomie und des Projekts Bank für Gemeinwohl) und Bruno Rossmann (Nationalratsabgeordneter, Budgetsprecher Die Grünen) wollen wir unter dem Titel „Engagiert euch! … Aber wie?“ über die Bedeutung und Rolle des Staates sowie  Formen politischen Engagements in der heutigen Zeit diskutieren.

Wann: Montag, 2.5.2016, ab 17.30
Wo:  SERI, Garnisongasse 7/17, 1090 Wien

Die Mehrheit der ÖsterreicherInnen erlebt staatliches Handeln als zunehmend autoritäre und zugleich hilflose Austeritäts- und Sicherheitspolitik. Ein kleiner Teil der Bevölkerung, zumeist akademisch gebildet, zieht sich in (prekäre) Nischen der Gemeinwohlbewegung zurück. Aus der privaten Unterstützung der Flüchtlinge hat sich im vergangenen Jahr innerhalb kurzer Zeit eine beeindruckende gesellschaftliche Bewegung entwickelt, die aber rasch an ihre eigenen und auch an die Grenzen des Staates gestoßen ist.

Die SPÖVP-Regierung, die unter anderem weder die längst überfällige Bildungs- noch die Staats- bzw. Verwaltungsreform in Gang bringen konnte, ist von den multiplen globalen Herausforderungen (Umwelt/Klima, Entwicklungspolitik, Migration, Reform der Europäischen Integration,…) umso mehr überfordert. Die insgesamt defizitäre Regierungsführung hat das weitere Erstarken antidemokratischer, rechtspopulistischer und fremdenfeindlicher Einstellungen in der Bevölkerung wesentlich mit zu verantworten. Die deutliche Zunahme neuer sozialer Bewegungen außerhalb von Parteien, Verbänden und etablierten NGOs ist Ausdruck für den immer drängender werdenden Wunsch nach Veränderung.

Damit sich dieses Engagement nicht in Aktionismus erschöpft und nachhaltige Wirkung entfalten kann, ist es notwendig, strategische Fragen zu klären: Ist es möglich, emanzipatorische Vergesellschaftungs- und Politikformen außerhalb des staatlichen Rahmens zu entwickeln oder reicht es aus, sich für ein besseres Staatsmanagement von links einzusetzen? Wie können oder müssen Veränderungen, die auf den Staat abzielen, mit den Bestrebungen um eine grundsätzliche Veränderung der gesellschaftlichen Machtverhältnisse, die durch den Staat reproduziert werden, verbunden werden? Können grundlegende alternative Initiativen zur Veränderung der gesellschaftlichen Verhältnisse und Lebensweisen (z.B. „Gemeinwohlökonomie“) auf staatliche Politik einwirken?
Diese und weitere Fragen wollen wir gemeinsam mit unseren Gästen diskutieren.

Programm:

17.30                    Ankommen

18.00                    Begrüßung

18.10 – 18.30        Impulsvortrag von Margit Scherb

18.30 – 19.30        Podiums- und Publikumsdiskussion mit:

Christian Felber, Buchautor, Lektor an der WU Wien, Initiator der Gemeinwohl-Ökonomie und des Projekts Bank für Gemeinwohl

Bruno Rossmann, Abgeordneter zum Nationalrat und Budgetsprecher, Die Grünen

Margit Scherb, Sozialwissenschaftlerin, viele Jahre in der Entwicklungsforschung und in der nichtstaatlichen und staatlichen Entwicklungszusammenarbeit tätig; Lektorin am Institut für Staats- und Politikwissenschaft. Jetzt in Pension.

                                     Moderation: Fritz Hinterberger, SERI Geschäftsführung

Im Anschluss an die Diskussion laden wir zum gemütlichen Ausklang mit Imbiss und Getränken. Wir freuen uns auf Ihr Kommen!

Die Teilnahme ist kostenlos. Um Anmeldung unter office@seri.at oder 01/96907280 bis zum 28.4.2016 wird gebeten.

Sie können die Einladung hier als PDF herunterladen.

GLAMURS: Internationales Seminar und Konsortium-Meeting + Case Study Exchange-Video

Bei der Frage nach dem Wandel hin zu einer nachhaltigen Entwicklung wird der Fokus meist auf die Veränderung eines Teilbereichs wie Mobilität, Energie oder Ernährung gelegt. In den letzten Jahren hat sich das Blickfeld aber auch um die Themen Lebensstil, Konsum und die Rolle von BürgerInnen sowie „Bottom-Up“-Initiativen und sozialer Innovation erweitert. Eine Reihe von EU-Projekten beschäftigt sich in inter- und transdisziplinären Ansätzen mit dieser neuen Sichtweise, darunter auch das von SERI und vielen europäischen Partnern mitgetragene Projekt GLAMURS (Green Lifestyles, Alternative Models and Upscaling Regional Sustainability).

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Anlässlich eines GLAMURS Konsortium-Meetings an der Technischen Universität Delft (Niederlande), wurde im Vorfeld ein Seminar für Wissenschaftler und Entscheidungsträger veranstaltet, um die Ergebnisse verschiedener relevanter Projekte zu präsentieren. Ziel der Veranstaltung war es, die Verbindung zwischen einem nachhaltigem Lebensstil, sozialer Innovation und neuen Wirtschaftsmodellen zu diskutieren und mögliche politische Handlungsmöglichkeiten und weitere Forschungsarbeit auszuloten.

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Außerdem erschien vor kurzem ein Video zum GLAMURS-Projekt, rund um das sogenannte „Case Study Exchange“-Event in Timisoara, Rumänien vergangenen Sommer, bei dem sich Vertreter der im Projekt zentralen Fallstudien und Wissenschaftler austauschen konnten:

 

Highlight: Ernährung


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