SAVE THE DATE: SERI-Netzwerkabend, Mo. 2.5., ab 17.30: “Engagiert euch! … Aber wie?”

Wir laden Sie sehr herzlich zu unserem nächsten Netzwerkabend am SERI ein, der am Montag, dem 2.5.2016, stattfinden wird. Gemeinsam mit unseren Gästen Margit Scherb (Sozialwissenschaftlerin, Entwicklungsforscherin), Christian Felber (Buchautor, Lektor an der WU Wien, Initiator der Gemeinwohl-Ökonomie und des Projekts Bank für Gemeinwohl) und Bruno Rossmann (Nationalratsabgeordneter, Budgetsprecher Die Grünen) wollen wir unter dem Titel „Engagiert euch! … Aber wie?“ über die Bedeutung und Rolle des Staates sowie  Formen politischen Engagements in der heutigen Zeit diskutieren.

Wann: Montag, 2.5.2016, ab 17.30
Wo:  SERI, Garnisongasse 7/17, 1090 Wien

Die Mehrheit der ÖsterreicherInnen erlebt staatliches Handeln als zunehmend autoritäre und zugleich hilflose Austeritäts- und Sicherheitspolitik. Ein kleiner Teil der Bevölkerung, zumeist akademisch gebildet, zieht sich in (prekäre) Nischen der Gemeinwohlbewegung zurück. Aus der privaten Unterstützung der Flüchtlinge hat sich im vergangenen Jahr innerhalb kurzer Zeit eine beeindruckende gesellschaftliche Bewegung entwickelt, die aber rasch an ihre eigenen und auch an die Grenzen des Staates gestoßen ist.

Die SPÖVP-Regierung, die unter anderem weder die längst überfällige Bildungs- noch die Staats- bzw. Verwaltungsreform in Gang bringen konnte, ist von den multiplen globalen Herausforderungen (Umwelt/Klima, Entwicklungspolitik, Migration, Reform der Europäischen Integration,…) umso mehr überfordert. Die insgesamt defizitäre Regierungsführung hat das weitere Erstarken antidemokratischer, rechtspopulistischer und fremdenfeindlicher Einstellungen in der Bevölkerung wesentlich mit zu verantworten. Die deutliche Zunahme neuer sozialer Bewegungen außerhalb von Parteien, Verbänden und etablierten NGOs ist Ausdruck für den immer drängender werdenden Wunsch nach Veränderung.

Damit sich dieses Engagement nicht in Aktionismus erschöpft und nachhaltige Wirkung entfalten kann, ist es notwendig, strategische Fragen zu klären: Ist es möglich, emanzipatorische Vergesellschaftungs- und Politikformen außerhalb des staatlichen Rahmens zu entwickeln oder reicht es aus, sich für ein besseres Staatsmanagement von links einzusetzen? Wie können oder müssen Veränderungen, die auf den Staat abzielen, mit den Bestrebungen um eine grundsätzliche Veränderung der gesellschaftlichen Machtverhältnisse, die durch den Staat reproduziert werden, verbunden werden? Können grundlegende alternative Initiativen zur Veränderung der gesellschaftlichen Verhältnisse und Lebensweisen (z.B. „Gemeinwohlökonomie“) auf staatliche Politik einwirken?
Diese und weitere Fragen wollen wir gemeinsam mit unseren Gästen diskutieren.

Programm:

17.30                    Ankommen

18.00                    Begrüßung

18.10 – 18.30        Impulsvortrag von Margit Scherb

18.30 – 19.30        Podiums- und Publikumsdiskussion mit:

Christian Felber, Buchautor, Lektor an der WU Wien, Initiator der Gemeinwohl-Ökonomie und des Projekts Bank für Gemeinwohl

Bruno Rossmann, Abgeordneter zum Nationalrat und Budgetsprecher, Die Grünen

Margit Scherb, Sozialwissenschaftlerin, viele Jahre in der Entwicklungsforschung und in der nichtstaatlichen und staatlichen Entwicklungszusammenarbeit tätig; Lektorin am Institut für Staats- und Politikwissenschaft. Jetzt in Pension.

                                     Moderation: Fritz Hinterberger, SERI Geschäftsführung

Im Anschluss an die Diskussion laden wir zum gemütlichen Ausklang mit Imbiss und Getränken. Wir freuen uns auf Ihr Kommen!

Die Teilnahme ist kostenlos. Um Anmeldung unter office@seri.at oder 01/96907280 bis zum 28.4.2016 wird gebeten.

Sie können die Einladung hier als PDF herunterladen.

 

Highlight: Ernährung


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