Highlight 01/2014: Wachstumswahn – Was uns in die Krise führt und wie wir wieder heraus kommen

Wachstumswahn – Was uns in die Krise führt und wie wir wieder heraus kommen.

WachstumswahnWenn das Wachstum schwächelt bricht in Europa immer wieder Alarmstimmung aus. Die Politik und die Medien bangen um den hart erarbeiteten Wohlstand. Was sie nicht sagen und schreiben: Ungebremstes Wachstum hat uns in eine tiefe Krise geführt. Und paradoxer Weise glaubt die Politik noch immer, dass  der einzige Ausweg aus dieser Krise Wachstum ist.

Christine Ax und Friedrich Hinterberger erklären woher die Wachstumsbegeisterung in der Vergangenheit rührte, widerlegen unterhaltsam und verständlich das Credo, dass es ohne endloses Wachstum nicht geht, und zeigen, warum Wachstum keine zeitgemäße Antwort auf die aktuellen Probleme ist. Sie zeigen auf, dass wir auch anders  Arbeitsplätze schaffen, Bildung und Pflege organisieren, Armut bekämpfen und den Klimawandel stoppen können. Das Buch hat drei Ebenen: eine persönliche, eine Wirtschaftshistorische und eine Volkswirtschaftliche. Es erklärt Wirtschaft, es erklärt was Wachstum ist und warum das Wachstum schwächer wird, wenn die Wachstumstreiber zur Neige gehen.  Das Buch macht Mut: Wir brauchen keine Angst zu haben. Wir werden nicht mehr haben, aber wir werden und können anders und besser leben!

Wunder-bar oder: Wie alles begann…

In diesem Teil des Buches blicken wir auf unser bisheriges Leben zurück. Wir erklären, was Wirtschaftswachstum ist, schauen uns die Begriffe an, mit denen über Wirtschaftswachstum geredet wird, und beschreiben, welche Faktoren Wirtschaftswachstum in Europa oder weltweit möglich machen. Die Faktoren, die Wirtschaftswachstum ermöglichen, nennen wir Treiber. Wir zeigen auf, wie das Wirtschaftswachstum bis weit in die 1970er Jahre hinein unseren Teil der Welt und alle früh industrialisierten Länder immer wohlhabender gemacht hat. Indem wir uns mit diesen Treibern beschäftigen, wird aber auch sichtbar, wie fragil und komplex diese Prozesse sind und dass viele Entwicklungen früher der später an eine Grenze stoßen müssen. Wir beschäftigen uns zunächst mit dem Guten am Wachstum, das es zweifelsohne für uns alle hatte und hat, was es uns gebracht hat und was wir weder missen wollen noch vermissen müssen, wenn das Wachstum von gestern ausbleibt.

Aus-gewachsen oder: Zwischen Wahn und Sinn…

Wir haben im ersten Teil des Buches gesehen, was uns das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts seit Mitte des 20.Jahrhunderts gebracht hat: Wohlstand, Arbeitsplätze und Umverteilung zum Beispiel, aber auch, welche Faktoren dieses Wachstum überhaupt ermöglicht und angetrieben haben: Konsum und Investitionen, Staatsausgaben und Exporte, Arbeit und Kapital, Ressourcen und technischer Fortschritt. Gegen Ende des vorigen Jahrhunderts aber wurden die Schattenseiten immer deutlicher: eine zunehmend krisenhafte Entwicklung in den Bereichen Arbeitslosigkeit, Umweltverschmutzung, Staatsverschuldung, soziale Ungleichheit und Ausbeutung der Dritten Welt, um nur einige zu nennen. Es gehört zu den faszinierenden Aspekten des Themas Wachstum, dass dieselben Faktoren, die das “gute” Wachstum ermöglicht haben, inzwischen auch die negativen nähren. Damit beschäftigen wir uns in diesem Teil des Buches. Außerdem gehen wir der Frage nach, ob wir wirklich in der Wachstumsfalle stecken, ob wirklich eine Katastrophe droht wenn Wachstum ausbleibt. Dass es ausbleiben wird, ist sicher. Denn der Kuchen kann und wir nicht mehr größer werden.

End-lich oder: Langsamer, anders, besser…

Nachdem wir beschrieben haben, wie Wirtschaftswachstum entsteht, welche positiven und negativen Auswirkungen es hat und warum wir uns darauf verlassen können, dass es so nicht weitergeht, wollen wir uns nun fragen, ob es auch anders gehen kann. Und wenn ka, was diese Veränderungen für uns persönlich bedeuten könnten, für die Politik und die Wirtschaft. Die notwendigen Weichenstellungen müssen nicht negativ sein, sie müssen uns auch keine Angst machen. Wir können sie vielmehr als Chance begreifen, einen Wandel herbeizuführen, an dessen Ende mehr Lebensqualität steht und eine begründete Hoffnung darauf, dass auch unsere Enkel und Urenkel noch eine Welt vorfinden werden, die ihnen ein gutes Leben im Einklang mit der Natur ermöglicht. Wir haben es in der Hand. Wir können die notwendigen Veränderungen mitgestalten, sofern wir dazu bereit sind, auch uns selbst zu verändern, einen Aufbruch zu wagen.

Gesagt – Getan!

“Engagiert Euch!” So lautete nach “Empört Euch!” der Titel eines viel gekauften Buches des kürzlich verstorbenen deutsch-französischen Aktivisten und Essayisten Stéphane Hessel. Mit beiden Aufrufen könnte man auch Teile dieses Buches überschreiben. Denn auf die berechtigte Empörung über die Auswüchse dessen, was uns die Forderung nach immer noch mehr Wachstum in der jüngsten Vergangenheit beschert hat, sollte nun das entsprechend leidenschaftliche Engagement folgen. Vieles können wir hier und jetzt selbst tun, wir müssen nicht untätig verharren und auf die große Transformation warten. Wir können sie mitgestalten, mit unserem Tun beeinflussen. Jeder Einzelne ist aufgerufen, sich zu beteiligen, es reicht nicht, auf “die anderen”, “die Wirtschaft”, “die Politik” zu verweisen. Natürlich brauchen wir eine Politik, die endlich ernst macht und sich den Herausforderungen der Zukunft stellt. Aber wir müssen selbst auch endlich wieder als Bürger in Erscheinung treten und Verantwortung übernehmen.

Zum Schluss die gute Nachricht: Es ist möglich unsere Wirtschaft und Gesellschaft so umzubauen, dass es uns allen auch ohne Wachstum gut geht. Wir werden auch in Zukunft Arbeit haben, gut leben und tun dürfen, was wir lieben!

News zum Buch

Folgen Sie dem Thema auf Twitter: @WachstumsW und diskutieren Sie unter dem Hashtag #Wachstumswahn mit!

Bestellt werden kann dieses Buch hier: Bestellung – Wachstumswahn

Termine zum Thema finden Sie hier: Buchpräsentationen

Veröffentlichungen zum Thema unter anderem hier: Salzburger Nachrichten, Spiegel Online, Wiener Zeitung

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