EcoChange Workshop in Aarau, Schweiz

Am 19.1. fand in Aarau (CH) ein Workshop statt, bei dem die EcoChange Ergebnisse Stakeholdern (Kantonsvertreter, Landwirte) aus der Region vorgestellt wurden. Dabei präsentierte Ines Omann die Auswirkungen verschiedener sozio-ökonomischer Szenarien auf die Nachhaltigkeit in der Region.

Der Aargau ist eine von drei Fallstudienregionen im EcoChange Projekt, in denen mögliche Entwicklungen der Region bis 2050 dargestellt wurden. Bereits im 1. Workshop 2009 wurden sogenannte Storylines entwickelt, die entweder einem Business-As-Usual, einem neoliberalen oder einem nachhaltigen Ansatz folgen. Mithilfe von ExpertInneninterviews wurde ein Kriterienkatalog für regionale Nachhaltigkeit erstellt, anhand dessen Entwicklungstrends für einzelne Sektoren (Transport, Energie, Wirtschaft usw.) qualitativ bewertet wurden.

Mit einem Schwerpunkt auf Landnutzung und Landwirtschaft wurden die Szenarien außerdem quantitativ mithilfe eines sogenannten Agenten-Basierten Modells analysiert. Dieses zeigt, auf welche Faktoren (z.B. Preisentwicklung, neue Technologien, Subventionen) Landwirte (=Agenten) reagieren, wenn sie Entscheidungen zur Bewirtschaftung treffen und welche Auswirkungen das auf die Nachhaltigkeit in der Region haben kann.

Modellierungen haben gezeigt, dass die Nahrungsmittelproduktion vor allem aufgrund von Ertragssteigerungen durch Klimaänderungen und technologische Neuerungen steigen wird. Weiters wurde deutlich, dass gezielte Anreize (z.B. in Form von Subventionen) notwendig sind, um die landwirtschaftliche Fläche in einer Form zu erhalten, die neben der Nahrungsmittelproduktion auch Funktionen wie hohe Biodiversität und Erholung unterstützt.

Mehr Information zum Projekt und zu dessen Abschlusskonferenz im März 2012 finden Sie unter www.ecochange-project.eu.

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Highlight: Ernährung


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