PDL Strategien – Erarbeitung von bedarfsfeld- und branchenspezifischen Strategien zur Entwicklung und Umsetzung von Produkt-Dienstleistungsinnovationen

Hinterberger F., Burger E., Jasch Ch., Pamminger R., Kaltenegger, I. (2008)

Endbericht im Rahmen der „Fabrik der Zukunft“, einer Initiative des Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT).

Die Entwicklungs- und Forschungsarbeiten der vergangenen Jahre im Bereich PDL haben zu einer Reihe von Umsetzungsbeispielen und Analysen über zukunftsfähige Bedarfsfelder und Branchen geführt sowie Erfolgsfaktoren und Barrieren für deren Umsetzung identifiziert. Um eine weitere Stärkung des Angebots an nachhaltigen PDL zu erzielen, galt es nun, das vielfältige Know-how, die Erfahrungen und Kompetenzen zu diesem Thema zu bündeln. Ziel des Projekts war es, gemeinsam mit Unternehmen und anderen involvierten Akteuren innerhalb definierter Bedarfsfelder Innovationen und Strategien im Bereich nachhaltige Produkt-Dienstleistungssysteme (PDL) auszuarbeiten. Dabei wurden sowohl Erfahrungen
anderer Unternehmen mit erfolgreichen Umsetzungen („Leuchttürme“) wie auch die wissenschaftliche Expertise des Projektteams, basierend auf vergangenen FdZ-Projekten, genutzt. Besonderes Augenmerk wurde auf die Entwicklung umsetzungsfähiger Ideen und Kooperationen in den Bedarfsfeldern gelegt. Betriebsspezifische und bedarfsfeldspezifische
Rahmenbedingungen (z.B. rechtlicher, finanzieller und organisatorischer Natur) wurden untersucht, bestehende Hindernisse und Hemmschwellen offen gelegt und Strategien zu deren Überwindung entwickelt.

Best Practice Beispiele spielen eine große Rolle für die Verbreitung von PDL in unterschiedlichen Branchen. Wichtig ist daher, die Information über und Verfügbarkeit von Best Practice Sammlungen unter Einbindung bestehender Informations- und Innovationskanäle zu verbessern. Es ging in diesem Projekt weniger um originäre Grundlagenforschung, da dies in Vorgängerprojekten geleistet wurde, sondern viel mehr um die Überwindung bestehender Umsetzungshemmnisse für PDL-Ideen. Dies erfolgte im Rahmen eines strukturierten Diffusionsprozesses in die Unternehmen, der von einem
moderierten Strategieentwicklungsprozess begleitet wurde.

Der Fokus des vorliegenden Projektes bestand in der Abhaltung von moderierten Fachgesprächen im Rahmen von Workshops mit Unternehmen und anderen involvierten Akteuren, wie z.B. Fachverbänden. Ziel war es, gemeinsam die beschriebenen Fragestellungen zu diskutieren bzw. zu beantworten sowie bedarfsfeldspezifische Strategien für die Umsetzung von nachhaltigen Produkt-Dienstleistungssystemen zu erarbeiten. In Summe wurden rund 5000 Unternehmen und involvierte Akteure aus Unternehmen, Politik und Interessensverbänden angesprochen und informiert. Rund 500 Teilnehmer waren in den Strategieentwicklungsprozess eingebunden.

Die Ergebnisse des Projektes umfassen neben den bedarfsfeldspezifischen Strategien auch bedarfsfeldübergreifende Strategien zur Umsetzung nachhaltiger Produkt- Dienstleistungssysteme über Best Practice Beispiele hinaus, welche auf den in den Workshops identifizierten Erfolgsfaktoren und Barrieren für Nachhaltigkeitsinnovationen beruhen. Als zentrales Element für die Diffusion von nachhaltigen Produktdienstleistungskonzepten hat sich die Information über eine neutrale dritte Stelle, idealerweise gemeinsam mit einer rechtlichen Anforderung und der Information über Fördermöglichkeiten herausgestellt.

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