Ein Leben im Überfluss auf Kosten von immer mehr Agrarflächen außerhalb Europas

Da fruchtbare Landflächen zur Produktion von land- und forstwirtschaftlichen Produkten auf unserer Erde nur begrenzt verfügbar sind, ist es umso wichtiger, nachhaltig damit umzugehen. Eine Reihe von Konflikten stehen mit der globalen Landnutzung in Zusammenhang. So entstehen zum Beispiel in Entwicklungsländern Konflikte darüber, ob die fruchtbaren Fläche für den heimischen Konsum oder den Export genutzt werden sollen.

In einer kürzlich fertiggestellten Studie in Zusammenarbeit mit Friends of the Earth hat SERI den Land-Footprint, also die zur Produktion aller in einem Land konsumierten land- und forstwirtschaftlichen Produkten weltweit beanspruchten Landflächen, von 112 Ländern und Regionen ermittelt.

Ein Blick auf Europa‘s Land-Fußabdruck zeigt folgendes:

  • Der durchschnittliche pro Kopf Konsum liegt in der EU bei 1,3 Hektar, während Länder wie China und Indien weniger als 0,4 Hektar pro Kopf nutzen.
  • Europa ist der Kontinent mit der größten Abhängigkeit von importiertem Land: Fast 60% der Landflächen, die benötigt werden um die europäische Nachfrage nach land- und forstwirtschaftlichen Produkten zu decken, stammt von außerhalb des Kontinents.
  • Sechs der Top 10 Importländer/-regionen sind aus Europa: Deutschland, Großbritannien, Italien, Frankreich, die Niederlande und Spanien. Deutschland und Großbritannien importieren jeweils mehr als 80 Millionen Hektar pro Jahr.

Den ganzen Bericht auf Englisch finden Sie hier.
Den deutschen Kurzbericht finden Sie hier.

Leave a Reply

*

 

Highlight: Ernährung


SERI Newsletter | Archive
* required field