SERI zum Klimawandel

SERI zum KlimawandelIn Kopenhagen findet derzeit die Klimakonferenz der Vereinten Nationen statt und die Klimaverhandlungen gehen nun in die entscheidende Phase.

SERI arbeitet in mehreren Projekten an Themen, die dort verhandelt werden. Dazu gehören der Zusammenhang zwischen Klimaveränderung und Lebensqualität, die Beschäftigung mit dem Problem sog. „Klima-MigrantInnen“, die korrekte Zuordnung der CO2-Emissionen auf diejenigen, die die für die Emissionen verantwortlichen Güter letztlich konsumieren oder Vorschläge für eine ökologische Steuerreform. Und Ende der Woche erscheint ein Zeitungskommentar einer von Fritz Hinterberger initiierten Gruppe österreichischer ÖkonomInnen zum Thema Wachstum.

Mit einer Ökologischen Steuerreform kann die EU ihre Klimaziele erreichen

Viel wird in diesen Tagen darüber gesprochen und geschrieben, was Unternehmen, KonsumentInnen und die Verhandler auf dem internationalen Parket in Kopenhagen tun können, um einen positiven Beitrag für die längst überfällige Reduktion von Treibhausgasen zu ermöglichen. Es gibt aber auch durchaus Spielräume für die nationale und Europäische Politik, diese Beiträge zu unterstützen. Im Projekt „Ressourcenproduktivität, ökologische Steuerreform und nachhaltiges Wachstum in Europa“ hat SERI in Zusammenarbeit mit anderen Europäischen Instituten nachgewiesen, dass eine ökologische Steuerreform ein sinnvolles Politikinstrument ist, um die Treibhausgas-Emissionen der EU entsprechend ihrer Ziele bis zum Jahr 2020 zu reduzieren.

Zum Artikel: http://seri.at/economy/2009/12/14/politikvorschlage-fur-kopenhagen-mit-einer-okologischen-steuerreform-kann-die-eu-ihre-klimaziele-erreichen/

„ Lebensklima“

Unsere Lebensstile beeinflussen das Klima. Moderne Lebensstile führen oft zu einem höheren Ressourcen- und Energieverbrauch, und dadurch zu einem höheren Ausstoß an Treibhausgasen. Dieser Prozess verstärkt den Klimawandel.

Das Forschungsprojekt Lebensklima untersucht die Zusammenhänge zwischen „klimaschonendem“ Verhalten und Zufriedenheit bzw. Glück in zwei Fallstudienregionen: Gmunden und Graz.

Unterstützt wird das Projekt von interessierten SchülerInnen, die als InterviewerIn die Gmundner bzw. Grazer BürgerInnen zu ihren Lebensstilen, Einschätzung ihrer Lebensqualität und darüber, wie sie den Klimawandel wahrnehmen, befragen.

Zum Artikel: http://seri.at/energy-and-climate/2009/12/12/mehr-wohlbefinden-und-lebensqualitat-durch-nachhaltige-lebensstile/

Wer trägt die Verantwortung für Treibhausgase – Produzenten oder Konsumenten?

In Kopenhagen wird derzeit darüber verhandelt, wer welchen Beitrag zu einer grundsätzlich von allen für wichtig und richtig befundenen Verringerung der Treibhausgase leisten muss. Eine entscheidende Frage dabei ist: sind diejenigen, die Güter und Dienstleistungen produzieren verantwortlich für die Treibhausgase oder sind es diejenigen, die sie konsumieren. In Zeiten der Globalisierung wird daraus eine Frage internationaler Verhandlungen.

Ende des Jahres erscheint ein neuer Bericht von SERI der die globale Verlagerung von CO2-Emissionen durch den internationalen Handel bestätigt.

Zum Artikel: http://www.esgehtumwas.at/2009/12/11/wer-tragt-die-verantwortung-fur-treibhausgase-produzenten-oder-konsumenten/

EACH- FOR: Gibt es eine „Klima-Migration“?

Das Projekt EACH-FOR (Environmental Change and Forced Migration Scenarios) beschäftigt sich mit Migration in Folge des Klimawandels. Basierend auf 23 Fallstudien, wobei die meisten in Afrika, Asien, Latein Amerika und der Karibik durchgeführt wurden, zeigt das EACH- FOR Projekt eine Reihe komplex zusammenhängender Verkettungen.

Obwohl klar ist, dass der Klimawandel nicht allein der Auslöser für Migration sein kann, so muss doch gesagt werden dass es sich um einen der wichtigsten Auslöser handelt, der direkt oder indirekt auf die Entscheidung zu flüchten Einfluss nehmen kann.

Zum Artikel: http://seri.at/energy-and-climate/2009/12/13/field-research-suggests-that-the-number-of-potential-climate-migrants-may-be-overestimated/

23 ÖkonomInnen zweifeln am “grünen Wachstum”

Eine von Fritz Hinterberger und Nationalbank-Ökonom Andreas Breitenfellner koordinierte Gruppe von Ökonominnen und Ökonomen aus Universitäten, Forschungsinstituten, Ministerien und dem Finanz-Sektor veröffentlicht einen “Kommentar der anderen” in der heutigen Ausgabe der österreichischen Tageszeitung  “Standard“: “Trotz Kopenhagen soll das implizite Wachstumsziel der Lissabon-Strategie der EU weiterhin gelten. Wie soll das gehen?” Fazit: “Wachstum ist ein Teil des Klimaproblems – vielleicht ein lösbarer. Wer aber Wachstum undifferenziert als Lösung anbietet, ist ein Scharlatan.” (DER STANDARD, Printausgabe, 19.12.2009).

Der Artikel ist hier online.

Und wie geht es weiter?

Das Ergebnis von Kopenhagen ist ein Desaster – das sagen sogar die, die es beschlossen haben. Letztlich haben sich die Akteure gegen das Risiko entschieden, den Lauf der Geschichte zu verändern. Das bedeutet nicht nur einen Anstig des Meeresspiegels, sondern vor allem eine dramatische Verschlechterung der Welt-Ernährungssituation und schließlich des Welt-Friedens. Wirtschaftliche Entwicklung, wie wir sie kennen, hängt in erheblichem Ausmaß vom Wirtschaftswachstum ab.  Das war wohl  auch der entscheidende Hemmschuh für die Verhandler in Kopenhagen.  Ist Wirtschaftswachstum also wichtiger als Lebensraum von Millionen und die Ernährung von Milliarden Menschen?

Darum geht es in einem aktuellen Blog-Beitrag von Fritz Hinterberger.

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Highlight: Ernährung


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