IntRESS Workshop “Targets for sustainable material use“ in Berlin

Am Montag, 12.01.2015 fand der Workshop “Targets for sustainable material use“ in Berlin als einer von mehreren Expertenworkshops des Projekts IntRESS statt.

Die immer intensivere Inanspruchnahme natürlicher Ressourcen durch den Menschen führt zu einer Überschreitung der Regenerationsfähigkeit der globalen Ökosysteme. In den letzten 30 Jahren hat sich die weltweite Rohstoffentnahme auf rund 70 Milliarden Tonnen pro Jahr verdoppelt. Schon heute übersteigt diese Entwicklung die Regenerationsfähigkeit der Erde deutlich und gefährdet die Überlebensfähigkeit zukünftiger Generationen. Daher ist es dringend notwendig, Strategien und Empfehlungen für die globale Ressourcennutzung innerhalb ökologischer Leitplanken zu entwickeln und diese international einzubringen und zu verankern.

Nachdem im Dezember bereits über das Thema “Wasser” diskutiert wurde, behandelte der Workshop die Herleitung und die kritische Diskussion von globalen Zielen für den Verbrauch von biotischen und abiotischen Ressourcen.
Zu den Zielen des Workshops gehörten die kritische Auseinandersetzung mit einem vom IntRESS Team entwickelten Zugang und die Ermittlung der nächsten Schritte für die Formulierung von Zielen für eine nachhaltige Verwendung von Ressourcen.

Den Vormittag des Workshops begann Fritz Hinterberger mit einführenden Worten über die Ziele des IntRESS Projekts und den weiteren Programmpunkten. Anschließend präsentierte er gemeinsam mit Verena Stricks erste konkrete Ergebnisse.
Darauf folgten die Präsentationen der zwei Keynote Speaker, Prof. Raimund Bleischwitz (UCL) und Prof. Maria Amelia Enriquez (Federal University of Pará State/ International Resource Panel). Prof. Raimund Bleischwitz sprach zum Thema „The Resource Nexus and Nudges“ und betonte die weitreichenden Implikationen einer globalen Ressourcenpolitik für die unterschiedlichen Politik- und Wirtschaftsfelder.

Prof. Maria Amelia Enriquez präsentierte in ihrem Vortrag, “Targets for Sustainable Material Use – the perspective of mineral rich countries“ die Perspektive auf globale Ressourcenpolitik vor dem Hintergrund eines ressourcenreichen Staates wie Brasilien.

Nachmittags teilten sich die TeilnehmerInnen des Expertenworkshops in zwei Arbeitsgruppen zu den Themen „Zielsetzungen“ und „Daten und Indikatoren“. In der ersten Gruppe wurde u.a. der IntRESS Ansatz, der einen globalen Ressourcenverbrauch von 50 mrd t jährlich vorschlägt, diskutiert und letztendlich angenommen. Es herrschte Einstimmigkeit darüber, dass der IntRESS Ansatz eine solide Grundlage für weitere Differenzierung entlang geographischer (lokal, regional, national) und materialspezifischen (Biomasse, Metalle/Erze, fossile Brennstoffe, nicht-metallische Mineralien) Ebenen.

Die zweite Gruppe besprach, welche Arten von Schwellenwerten und Zielen für nachhaltigen Materialiengebrauch sinnvoll und notwendig sind: absolute vs. relative Werte, direkter vs. indirekter Materialienverbrauch, etc. sowie welche Datenressourcen und Indikatoren am besten geeignet sind, um Schwellenwerte zu identifizieren.

Einer der schlussfolgernden Punkte bezog sich darauf, nicht nur eine ökologisch nachhaltige sondern auch eine sozial wünschenswerte Zukunft anzustreben, was ein besseres Leben mit kleinerem ökologischen Rucksack bedeuten würde.
Die Vorschläge und Ausarbeitungen werden in einer Version des IntRESS Working Paper behandelt, das demnächst veröffentlicht wird. Außerdem werden sie durch die Erkenntnisse aus dem Workshop im Dezember 2014 über „Wasser“ und dem kommenden über „Land“ (im April 2015) ergänzt.

Mehr Informationen über IntRESS sind auf der Projektseite zu finden.

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