SERI Netzwerk-Newsletter 01/2015

SERI Netzwerk-Newsletter 01/2015

Highlight

  • Erstes Nationales Ressourcenforum 21.-22. Jan. 2015

Rückblick

  • Footprint-Fragen Projekt „Weißt du wie viel?“

Terminankündigungen

  • Brownbag-Seminar „Arbeitsverkürzung in Österreich – die Freizeitoption und der Wunsch nach kürzeren Arbeitszeiten“ mit Stefanie Gerold am 20. Jan. 2015
  • Sustainability Challenge im Sommersemester 2015
  • 3. Wachstum im Wandel Konferenz 22.-24. Feb. 2016

In eigener Sache

  • Neues paper: “Living within the safe operating space: a vision for a resource efficient Europe”
  • “Vom Überfluss zur Lebensfreude” TEDx-Talk online

Liebe Freundinnen und Freunde, willkommen zur Januar-Ausgabe unseres SERI-Netzwerk-Newsletters!


Highlight

Erstes Nationales Ressourcenforum 21.-22. Jan. 2015

Von Friedrich Hinterberger (SERI) „Umweltpolitik“ gibt es in Österreich, wie auch in den meisten anderen fortschrittlichen Industrieländern seit etwas mehr als 40 Jahren. Zunächst ging es vorwiegend um das Management von Gefahrstoffen, die Reinhaltung bzw. Säuberung von Luft und Gewässern sowie der Behandlung von Abfall. Vor etwas mehr als 20 Jahren begannen Wissenschaftler dann Umweltfragen systemisch zu betrachten. Sie hatten nicht mehr einzelne Schadstoffe im Fokus, sondern den Ressourcenverbrauch als Ganzes. Österreich war 1994 mit seinem Nationalen Ressourcenplan (NUP) auf diesem Gebiet Vorreiter und setzte sich das Ziel einer Dematerialisierung seiner Wirtschaft um einen „Faktor 10“ zum Ziel. Knapp 20 Jahre später widmete sich der Ressourceneffizienz Aktionsplan (REAP) vollständig diesem Thema. Österreich steht mit diesem Ziel nicht mehr alleine. Sowohl die Agenda 2020 der EU mit ihrem Fahrplan für ein ressourceneffizientes Europa als auch das Ressourceneffizienzprogramm ProgRess der Deutschen Bundesregierung setzen auf dieses Thema. Kern all dieser Bemühungen ist es, wirtschaftliche Prosperität und Lebensqualität mit einem Bruchteil des heute üblichen Ressourcenverbrauchs zu erreichen. Eine solche Strategie sollte -  richtig umgesetzt – im ressourcenarmen Europa neben ökologischen Verbesserungen auch wirtschaftliche Vorteile mit sich bringen. Es handelt sich keineswegs um eine akademische Übung sondern um eine umweltpolitische und wirtschaftliche Notwendigkeit (Ressourcen- statt Arbeitsproduktivität). Dies ist möglich, wenn Unternehmen, Landwirtschaft, Haushalte und (regionale, nationale, globale) Politik zusammen wirken, um über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg, mit Ressourcen effizient umzugehen. Das „Ressourcenforum Austria“ hat es sich daher zur Aufgabe gemacht, das Bewusstsein für das Thema “Ressource” in Österreich zu schärfen und die Chancen deutlich zu machen, die sich daraus ergeben. Bei einem Science Talk am Abend des 21. Jan. wird Mathis Wackernagel, „Erfinder“ des „ökologischen Fußabdrucks“ in diese Problematik einführen und anhand konkreter Beispiele den Weg in eine ressourcenleichte Zukunft aufzeigen. Dieser Vortrag wird eingebettet in politische Statements aus Bund, Land und möglicherweise um einerseits kommunale und andererseits europäische/globale Aspekte ergänzt: z.B. durch hochrangige VertreterInnen aus der österreichischen Politik und Wissenschaft. Der zweite Tag des Ressourcenforums bietet drei Panels zu „Ressourcenmanagement in Regionen und Gemeinden“, „Ressourcen- und Materialeffizienz in Unternehmen“ und „Europäische und österreichische Ressourcenpolitik“ an. Das endgültige Programm ist nun online vorzufinden. Anmeldungen werden hier entgegengenommen.


Rückblick

Footprint-Fragen Projekt „Weißt du wie viel?“

Das Footprint-Fragen Projekt „Weißt du wie viel?“ initiierte eine webbasierte Kampagne, die ihre BesucherInnen dazu aufforderte, Fragen zu umweltrelevanten Auswirkungen alltäglichen Handelns zu stellen. Dabei wurden Fragen eingereicht, wie „Was hat einen größeren Fußabdruck? Wenn ich in der Waschmaschine “schärferes” Waschmittel verwende und dafür mit niedriger Temperatur wasche, oder wenn ich ein Öko-Waschmittel verwende und dadurch aber mit höherer Temperatur waschen muss?“ oder „Ist es besser Bio-Blumenerde zu kaufen als herkömmliche? Was macht Blumenerde BIO und wie kann Erde NICHT-BIO sein?“. Viele der Antworten auf diese Fragen befanden sich bis jetzt in schwer zugänglichen Datenbanken oder kompliziert ausformulierten Publikationen. Die Idee hinter der Kampagne ist es das Wissen um nachhaltige Entscheidungen der Öffentlichkeit leichter zugänglich zu machen, indem zur Beantwortung der Fragen eine Datenbank mit Umweltdaten aufgebaut und die Antworten online gestellt werden. Die Plattform http://www.footprint-fragen.at bietet die Möglichkeit alle Fragen als auch Antworten einzusehen. Sie wird auch über das Projektende hinweg weiter betreut werden und bietet allen UserInnen die Gelegenheit zum Fragenstellen sowie den teilnehmenden Organisationen eine weitere Vertiefung der Antworten und vielfältige Kooperationsmöglichkeiten an. Um die Neugier auf die Datenbank und den Service zu wecken, wurde ein Wettbewerb mit dem Titel „Footprint-Fragen“ durchgeführt und Preise dafür organisiert. Eingereicht wurden 160 spannende Umweltfragen, von denen dann 22 PreisträgerInnen in 5 Alterskategorien bei einer Preisverleihung in den Räumlichkeiten des SERI im Rahmen der 15-Jahres-Feier prämiert wurden.


Terminankündigungen

Brownbag-Seminar „Arbeitsverkürzung in Österreich – die Freizeitoption und der Wunsch nach kürzeren Arbeitszeiten“ mit Stefanie Gerold am 20. Jan. 2015

Wann? Dienstag, 20. Jan. 2015; 12:30-14:00 Wo? Garnisongasse 7/17, 1090 Wien Stefanie Gerold hat an der WU Wien Socio-Ecological Economics and Policy studiert. Im Rahmen des Brownbag-Seminars wird sie ihre Masterarbeit vorstellen, die sie gemeinsam mit ihrem Kollegen Matthias Nocker zum Thema Arbeitszeitverkürzung in Österreich verfasst hat. Im quantitativen Teil der Studie wurde anhand einer Regressionsanalyse auf Basis von Mikrozensus-Daten untersucht, welche Personengruppen dazu tendieren, ihre Arbeitszeit zu reduzieren. Der qualitative Teil der Studie widmet sich der Freizeitoption, welche 2013 das erste Mal  im Kollektivvertrag der Elektro- und Elektronikindustrie angeboten wurde. Diese ermöglichte es Beschäftigten, sich zwischen einer 3%igen Lohn-/Gehaltserhöhung oder zusätzlicher Freizeit im Ausmaß von ca. 5 Stunden pro Monat zu entscheiden. Anhand von qualitativen Interviews mit Beschäftigten wurde untersucht, welche Motive ausschlaggebend für die Entscheidung zwischen einer Lohn-/Gehaltserhöhung und zusätzlicher Freizeit waren. Brownbags sind kostenlose und informelle Seminare mit Diskussionsmöglichkeiten. Mitgebrachte Speisen und Getränke können dabei verzehrt werden (daher auch der Name “Brownbag”). Sie finden jeden 3. Dienstag im Monat statt. Um Anmeldung unter office@seri.at wird gebeten.


Sustainability Challenge im Sommersemester 2015

Für die interdisziplinäre Ringlehrveranstaltung zu „Nachhaltiger Entwicklung“ mit Themenschwerpunkt „Smart City – Die Stadt der Zukunft“ können sich StudentInnen bis 03. Feb. 2015 bewerben. Die Blocklehrveranstaltung, die an der BOKU, Uni Wien, TU und WU stattfindet, will das Verständnis sozialer, ökologischer und ökonomischer Entwicklung fördern. Durch die Beschäftigung mit konkreten Lösungen für reale Herausforderungen anhand von 15 Projekten mit Projektpartnern wie Austrian Institute of Technology, Gebietsbetreuung Stadterneuerung GB*2/20, BMWFW, Die Mutmacherei und die Stadt Wien (MA 22, MA18) schaffen TeilnehmerInnen und Stakeholder gemeinsam und nachhaltig Mehrwert für Mensch, Umwelt und Wirtschaft. Nähere Informationen sowie die Bewerbungsunterlagen sind hier verfügbar.


3. Wachstum im Wandel Konferenz 22.-24. Feb. 2016

Wachstum im Wandel, eine Initiative, die Menschen dazu einlädt, sich mit Fragen zu Wachstum, Wohlstand und Lebensqualität auseinanderzusetzen, kündigt die 3. internationale „Wachstum im Wandel“-Konferenz an. Das Thema, „An Grenzen wachsen – Leben in der Transformationsgesellschaft“, wird vom 22.-24. Feb. 2016 in Wien diskutiert werden. Die letzte Konferenz, die 2012 stattfand, ging der Frage nach, was wachsen soll, was endlich ist und wie wir in Zukunft wirtschaften, leben und arbeiten wollen. Dabei wurden unsere derzeitigen Strukturen, Denk- und Handlungsweisen, die auf quantitatives Wachstum ausgerichtet sind, geprüft und neue Ansätze für Wandel ausgearbeitet. Bei der ersten Konferenz im Jahr 2010 ging es darum, eine öffentliche Diskussion in Gang zu setzen. Die Themen waren breit angelegt, um möglichst viele Stakeholder aus unterschiedlichen Disziplinen einzubinden.


In eigener Sache

Neues Paper: “Living within the safe operating space: a vision for a resource efficient Europe”

Im Dez. 2014 wurde das Paper mit dem Titel „Living within the safe operating space: a vision for a resource efficient Europe“ im European Journal of Future Research herausgegeben. Daran mitgewirkt hat unser Kollege Moritz Kammerlander, gemeinsam mit sieben anderen WissenschafterInnen. Eine wünschenswerte Zukunft hängt von unserer Fähigkeit ab, die Versorgung mit wichtigen Ressourcen im Rahmen unserer Kapazitäten zu ermöglichen. Die Abhandlung entwickelt eine Zukunftsvision für das Jahr 2050, die die faire Verwendung von globalen Ressourcen, sowie eine nachhaltige Gesellschaft und ein neues Wirtschaftsmodell inkludiert. Jüngste Nachhaltigkeitsvisionen werden von den WissenschafterInnen überprüft und auf wichtige Veränderungen in der Wirtschaft, Wertvorstellungen und innovativem Handeln, die wir für nachhaltige Zukunftsszenarien brauchen, erkundet. Abgerundet wird der Beitrag durch eine Reihe von Strategien, die für das Erreichen einer nachhaltigen Vision unabdingbar sind. Die Abhandlung steht hier als Download zur Verfügung.


“Vom Überfluss zur Lebensfreude” TEDx-Talk online

Friedrich Hinterberger präsentierte am 12. Nov. 2014 als einer von vierzehn Sprechern bei TEDx Graz seine Gedanken und Ideen zum Thema “Horizon – There is no such thing”. Nachdem die Präsentation bereits auf www.seri.at als Download bereit stand, ist nun auch das das Video unter folgendem Link zu finden.

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Highlight: Ernährung


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