Ressourcennutzung und Ressourceneffizienz in Asien

Diese Studie untersucht den Trend des Ressourcenverbrauchs und der Ressourceneffizienz in 19 asiatischen Ländern zwischen 1985 und 2005. Sie wurde von der UNIDO (United Nations Industrial Development Organization) unter dem “Green Industry” Programm in Auftrag gegeben.

Die 19 ausgewählten Länder tragen mehr als 90 % zum asiatischen BIP bei und decken alle Entwicklungsstadien ab, von Entwicklungsländern wie z.B. Bangladesch, Sri Lanka oder Pakistan bis hin zum industrialisierten Japan. Asien erfuhr in den letzten Dekaden eine rapide Transformation und ist nun – im Sinne von monetärer Produktion und Konsum – Spitzenreiter in der Weltwirtschaft. Im Jahr 2005 entnahm Asien 1/3 der weltweiten natürlichen Ressourcen. Die Ressourcenextraktion verdoppelte sich zwischen 1985 und 2005 beinahe, was das durchschnittliche weltweite Wirtschaftswachstum in den Schatten stellt. Dazu wachsen aktuell die Nettoimporte aus anderen Teilen der Welt rasant. Die Importe der 19 asiatischen Staaten verdreifachten sich zwischen 1985 und 2005 fast. Fossile Brennstoffe sind die Nummer eins der Importe, gefolgt von Edelmetallerzen, welche hauptsächlich von China importiert werden.

Ein großer Unterschied zwischen den 19 Ländern liegt im Pro Kopf Ressourcenverbrauch.

Grafik: Heimischer Materialverbrauch (Domestic Material Consumption, (DMC)) pro Kopf in ausgewählten asiatischen Ländern:

Ein Bangladeshi konsumiert ungefähr 1,2 Tonnen pro Jahr, womit er kaum seine Grundbedürfnisse befriedigen kann. Im Vergleich dazu liegt der Ressourcenverbrauch in den kleinen, ölexportierenden Ländern wie Bahrein bei 45 Tonnen pro Person pro Jahr. Der Faktor zwischen dem höchsten und niedrigsten pro Kopf Ressourcenverbrauch liegt daher bei etwa 40.

Im Gegensatz zu dem signifikanten Wachstum der Ressourcenextraktion und des Ressourcenkonsums konnte die Ressourceneffizienz zwischen 1985 und 2005 in Asien nicht verbessert werden. Daher müssen politische Bestrebungen hinsichtlich einer erhöhten Ressourceneffizienz intensiviert werden, um das zukünftige asiatische Wirtschaftswachstum in eine „grünere“ Richtung zu bringen.

Eine umfangreiche, gemeinsame politische Agenda hin zu “Green Industries” sollte in den asiatischen Ländern Priorität haben, um die Ressourceneffizienz zu steigern und Armut in den Entwicklungsländern zu senken.

Die Studie “Resource Use and Resource Efficiency in Asia” kann hier downgeloaded werden.

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