Ökosystemdienstleistungen – wie können wir sie nachhaltig nutzen?

Der Forschungsbereich “Lebensqualität und integrierte Strategien” untersucht, wie wir ein gutes Leben für uns und zukünftige Generationen erreichen können. Dies beinhaltet, dass wir sorgfältig mit den Ökosystemen, von denen wir abhängig sind, umgehen und ihre Ressourcen nachhaltig nutzen.

Dieses Highlight soll Ihnen zeigen, wie wir – als Menschen mit unserem individuellen Wissen, Fähigkeiten, Netzwerken und Beziehungen- Entscheidungen treffen, wie wir Ökosysteme nutzen.

Wir werden hier zuerst die Konzepte Ökosystemleistungen und menschliches Wohlbefinden beschreiben, und anschließend erklären, wie wir diese verbinden um einen Rahmen für deren Anwendung in unseren Forschungsprojekten EcoChange, KlimaNetz und Climsave zu schaffen.

1. Die Verbindung zwischen Ökosystemleistungen und unserem Wohlbefinden

Der Mensch ist ein integraler Bestandteil von Ökosystemen. Dies bedeutet, dass unser Wohlbefinden stark von unserer Umwelt und dem Nutzen, den wir aus ihr haben, abhängt.

Mit Wohlbefinden bezeichnen wir eine Kombination aus unterschiedlichen subjektiven und objektiven Faktoren, wie z.B. Ressourcen für ein gutes Leben (Einkommen, Material, Infrastruktur), Gesundheit, Sicherheit, gute soziale Beziehungen, Glück und Entscheidungs- und Handlungsfreiheit.

Wir definieren den Nutzen, den wir von Ökosystemen erhalten durch das Konzept der Ökosystemleistungen (ÖSL). ÖSL beinhalten verschiedene Dienstleistungen und Funktionen der Ökosysteme, wie die Bereitstellung von Gütern (z.B. Nahrung und Trinkwasser), kulturelle Nutzen (z.B. ästhetische Landschaften, Erholungsgebiete), regulierende Funktionen (z.B. Schutz vor Überschwemmungen, Wasseraufbereitung) oder Prozesse, welche die anderen Dienstleistungen unterstützen (z.B. Bodenbildung, Nährstoffkreisläufe).

Die Verbindungen zwischen den verschiedenen Komponenten unseres Wohlbefindens und ÖSL sind vielfältig.

Verallgemeinernd kann man sagen, dass bereitstellende Dienstleistungen wichtig sind um unser Bedürfnis nach Gesundheit und Grundversorgung, z.B. durch die Bereitstellung von ausreichend Nahrung, sicherzustellen. Regulierende Leistungen sind stark mit unserer Gesundheit und Sicherheit verbunden, z.B. durch den Schutz vor Überschwemmungen und der damit verbundenen Vermeidung von Katastrophen. Kulturelle Dienstleistungen betreffen vor allem unser subjektives Wohlbefinden, z.B. durch Erholungsgebiete, welche unsere Lebenszufriedenheit verbessern.

Die Beziehung zwischen Menschen und Ökosystemen ist natürlich nicht statisch. Veränderungen in menschlichen Aktivitäten verändern Ökosysteme sowohl direkt als auch indirekt. Diese Veränderungen beeinflussen wiederum das menschliche Wohlbefinden, da die Qualität und Quantität des Nutzens, den wir von ÖSL erhalten, betroffen ist (siehe Abbildung unten).

Beispielsweise hat die Art unserer Nahrungsmittelproduktion großen Einfluss auf die Nährstoffe, die durch den Boden in unser Grundwasser sickern. Intensive Bewirtschaftung mit einer hohen Anzahl an Düngemitteln kann zu Verunreinigungen führen, welche wiederum die Qualität des Grundwassers, das wir entnehmen, beeinflusst. Es entsteht ein Mehraufwand, der notwendig ist um das Wasser zu reinigen und somit negative Konsequenzen auf unsere Gesundheit zu vermeiden.

2. Wie behandelt SERI die Verbindung zwischen ÖSL und Wohlbefinden?

Im Bereich “Lebensqualität und Integrierte Strategien” werden mehrere Projekte durchgeführt, welche die Beziehung zwischen ÖSL und unserem Wohlbefinden behandeln (siehe EcoChange, KlimaNetz, Climsave). Im Folgenden werden zwei Möglichkeiten, sich mit dieser Verbindung konzeptionell auseinanderzusetzen, beschrieben.

a. Human- und Sozialkapital

Um Forschung über die gesellschaftlichen Einflüsse auf ÖSL durchzuführen, muss ein genauer Blick auf die Menschen dieser Gesellschaft und deren Beziehungen geworfen werden. SERI erforscht daher das Human- und Sozialkapital, das in diesen Gemeinschaften existiert.

Humankapital wird von uns als Bildung, Erfahrung, Fähigkeiten und Gesundheit einer einzelnen Person verstanden. Sozialkapital wird genutzt, um das Humankapital des einzelnen im jeweiligen sozialen Umfeld anzuwenden. Zudem beschreibt es die Beziehungen, Normen und das Vertrauen, welche sich in bestimmten Netzwerken und zwischen Netzwerken entwickeln. Die Beziehungen können auf der Mikroebene (Familie und enge Freunde), Mesoebene (Freunde, Vereine) und Makroebene (institutionelle Strukturen) vorhanden sein.

Die Projekte Climsave und KlimaNetz (CapitalAdapt) behandeln die Wichtigkeit von Human- und Sozialkapital im Umgang mit natürlichen Einflüssen. Der Klimawandel stellt beispielsweise eine große Herausforderung für Gesellschaften und deren Abhängigkeit von ÖSL dar. Durch vermehrte Trockenheit werden Landwirte u.a. ihre Bewirtschaftungsarten an neue Gegebenheiten anpassen müssen, z.B. durch veränderte Bewässerungsstrategien oder den Anbau anderer Getreidesorten. Dafür ist zusätzliches Wissen notwendig, welches sich unter Landwirten verbreiten muss, und welches letzen Endes die Quantität und Qualität unserer Nahrungsmittel beeinflusst.

b. Agenten-basierte Modellierung

Was beeinflusst, wie wir unsere Kapitalien nutzen? Das Projekt EcoChange untersucht die Landnutzungsentscheidungen, die Landwirte in Abhängigkeit von Faktoren wie dem Markt (Getreidepreise), Politikmaßnahmen (Subventionen), Klimawandel (Vegetation) und neuen Technologien treffen. In Fallstudienregionen in Belgien und der Schweiz wurden sozio-ökonomische Szenarien entwickelt, die entweder einem Business-As-Usual Ansatz, einem neoliberalen Wachstumsszenario oder einem Weg zur nachhaltigen Entwicklung folgen.

Die Szenarien entwickeln sich unterschiedlich in Abhängigkeit von den oben erwähnten Faktoren sowie den Charakteristika der Landwirte (z.B. konservativ oder innovative eingestellte Landwirte). Das wiederum hat einen Einfluss auf das Vermögen der Ökosysteme, bestimmte ÖSL für unser Wohlbefinden bereitzustellen.

Landwirte im neoliberalen Szenario bevorzugen beispielsweise den Anbau von Monokulturen mit hohem Ertrag, wohingegen Landwirte im Nachhaltigkeitsszenario verschiedene biologische Kulturen in Fruchtfolgen bevorzugt anbauen. Der erste Ansatz resultiert in einer hohen Bereitstellung weniger Arten von Nahrungsmitteln; der zweite ergibt vielleicht weniger Ertrag, aber eine höhere Diversität und positive Nebeneffekte wie kulturelle ÖSL (z.B. hohe Ästhetik).

Unterschiedliche Bestandteile unseres Wohlbefindens werden also in unterschiedlichem Ausmaß durch unterschiedliche Bewirtschaftungsstrategien zufriedengestellt.

3. Wie kommuniziert SERI die Verbindung zwischen ÖSL und Wohlbefinden zu Stakeholdern?

SERI wendet die oben beschriebenen Ansätze in mehreren Stakeholderprozessen an und verwendet hierzu verschiedene partizipative Methoden. Unser Ziel ist es, Stakeholdern die Verbindung zwischen individuellem Verhalten und der Bereitstellung von ÖSL bewusst zu machen und darauf aufbauend Strategien zu entwickeln, um das Wohlbefinden zu steigern. Unsere Hypothese ist hierbei, dass ein hohes Niveau an Wohlbefinden für uns und zukünftige Generationen nur in Zusammenhang mit einer nachhaltigen Nutzung unserer Ressourcen möglich ist. Wir betonen daher die Notwendigkeit nachhaltige Strategien zu entwickeln um mit den Herausforderungen, mit denen die Fallstudienregionen konfrontiert sind, umzugehen.

EcoChange – Herausforderungen für Landwirte auf regionaler Ebene
Im Projekt EcoChange wird eine integrierte Nachhaltigkeitsbewertung (ISA) durchgeführt, welche die Einflüsse sozialer, ökonomischer und ökologischer Änderungen auf ÖSL analysiert. Eine ISA ist ein Prozess, in dem eine Reihe an Workshops mit Stakeholdern in den Fallstudienregionen durchgeführt wird. Diese Workshops zielen darauf ab die Stärken, Schwächen und Herausforderungen der Region zu identifizieren, mögliche Entwicklungsperspektiven zu erforschen, und die dahinterliegenden Mechanismen und Treiber für diese Entwicklungen zu analysieren. Die Diskussion und Analyse unseres Projektes soll den Fallstudienregionen helfen, Maßnahmen zu entwickeln um die Entwicklung der Region in die gewünschte Richtung zu lenken.

KlimaNetz– Klimawandelanpassung in österreichischen Gemeinden
Neueste kleinräumige Klimaszenarien haben den möglichen Einfluss des Klimawandels auf österreichische Gemeinden (siehe reclip :century Projekt), und somit die Notwendigkeit, sich an geänderte Bedingungen anzupassen, gezeigt.

Ein erster wichtiger Schritt in Richtung Anpassung ist es, die Szenarien so zu kommunizieren, dass sie leicht verständlich für die betroffenen Personen sind. Beispielsweise kommunizieren wir statt der bloßen Darstellung eines Temperaturanstiegs, welche Bedeutung dieser für besonders betroffene Personen, wie z.B. ältere Personen, die mit Hitzetagen zurechtkommen müssen, haben kann.

Danach ist es entscheidend, sowohl die Möglichkeiten der Ökosysteme zu begutachten, um vorteilhafte Dienstleistungen zu erbringen (z.B. würde ein erhöhter Grünraumanteil und eine erhöhte Anzahl an Bäumen das Mikroklima kühlen), als auch das Human- und Sozialkapital zu betrachten, welches für Anpassungsmaßnahmen notwendig ist (z.B. das Wissen von RaumplanerInnen um Grünräume zu gestalten oder gesteigertes Pflegepersonal für ältere Menschen).

Die Anpassungsmaßnahmen werden in einem partizipativen Prozess entwickelt, welcher in den zwei Gemeinden Klosterneuburg und Virgen stattfindet. Wir führten Interviews mit Gemeindemitgliedern durch, um die größten Herausforderungen für die Gemeinde sowie das in der Region vorhandene Human- und Sozialkapital zu erheben. Die zwei darauf folgenden Workshops identifizieren die am meisten betroffenen Bereiche in den Gemeinden und diskutieren aufbauend darauf mögliche Maßnahmen.

Climsave – Online Lernplattform für Anpassungsmaßnahmen in der Europäischen Union
Die Beziehungen zwischen ökologischen und sozialen Bedingungen sind sehr komplex. Dies, in Kombination mit den großen Unsicherheiten über zukünftige Entwicklungen, gestaltet es immer schwieriger für EntscheidungsträgerInnen, zu beurteilen, welche Maßnahmen sinnvoll und nützlich sind, und welche vielleicht (unerwartete) negative Konsequenzen haben.

Climsave hat zum Ziel eine Lernplattform zu entwickeln, in welcher EntscheidungsträgerInnen die Möglichkeiten und Effekte von Anpassungsmaßnahmen auskundschaften können. Faktoren, welche die Entscheidungen beeinflussen, sind die verschiedenen Umwelteinflüsse, die die Region belasten (z.B. bestimmte Klimawandelkonsequenzen) und die Ressourcen (z.B. Human- und Sozialkapital), welche verfügbar sind um bestimmte Anpassungsmaßnahmen durchzuführen und somit mit den jeweiligen Einflüssen umzugehen. Die Webplattform soll EntscheidungsträgerInnen helfen, über die komplexen Zusammenhänge und den Einfluss, den Entscheidungen auf Ökosysteme und menschliches Wohlbefinden haben können, zu lernen.

4. SERI Publikationen

Wissenschaftliche Publikationen

Omann, I., Stocker, A., Jaeger, J. (2009). Climate change as a threat to biodiversity: An application of the DPSIR approach. In: Ecological Economics. 69(1), pp: 24-31.

Briefing Sheets und Newsletter

KlimaNetz Framework

KlimaNetz Projekt

Integrated Sustainability Assessment

Climsave Newsletter No. 2

EcoChange Newsletters

5. Weitere Links and Publikationen

Beckley, T., D. Martz, S. Nadeau, E. Wall, and B. Reimer. 2002. Multiple capacities, multiple outcomes: Delving deeper into the meaning of community capacity. Journal of Rural and Community Development 3:56-75.

McLeman, R. 2010. Impacts of population change on vulnerability and the capacity to adapt to climate change and variability: a typology based on lessons from “a hard country”. Population & Environment 31:286-316.

Porritt, J. 2007. Capitalism as if the World Matters. Earthscan/James & James.

www.maweb.org Das Millennium Ecosystem Assessment erhob die Konsequenzen der Änderungen von Ökosystemen auf menschliches Wohlbefinden. Zwischen 2001 und 2005 waren mehr als 1360 Experten weltweit in diese Forschung involviert.

www.teebweb.org Die „Economics of Ecosystems and Biodiversity (TEEB)“ Studie ist eine internationale Initiative, die Aufmerksamkeit auf den globalen wirtschaftlichen Nutzen von Biodiversität und Ökosystemen lenken will.

www.ecochange-project.eu

www.climsave.eu

www.klimanetz.at

SERI´s research group “Quality of Life and Integrated Strategies” investigates how we can achieve a good life for ourselves and future generations. This implies that we have to take care of the ecosystems we depend on and use their resources in a sustainable way.

This highlight aims to show how we – as human beings with individual knowledge, skills, networks and relationships– make decisions on how to benefit from ecosystems.

We will introduce the theoretical concepts Ecosystem Goods and Services and Human Well-Being and explain how we link them in order to provide a framework for their application in our research projects EcoChange, KlimaNetz (CapitalAdapt) and Climsave.

1. Linking Ecosystem Goods and Services to Human Well-Being

We are an integral part of ecosystems, which means that our well-being is highly dependent on our environment and the benefits we gain from it.

By well-being we mean a combination of several objective and subjective factors including resources (income, material, infrastructure) for a good life, health, security, good social relations, happiness and freedom of choice and action.

We define the benefits that we obtain from ecosystems by using the concept of Ecosystem Goods and Services (EGS). EGS include a variety of services and functions of ecosystems, such as the provisioning of goods (e.g. food and freshwater), cultural benefits (e.g. aesthetic landscapes, recreational areas), regulating services (e.g. flood regulation, water purification) or processes, which other services are based upon (e.g. soil formation, nutrient cycling).

The links between the different components of our well-being and the EGS are manifold. Generally speaking, provisioning services are crucial to satisfy our needs for basic material for good life and health, for example by providing us with sufficient nutritious food. Regulating services link strongly to our health and security, e.g. by preventing floods and hereby securing us from disasters. Cultural services affect especially our subjective well-being, e.g. by offering space for recreational activities, which improve our life satisfaction and happiness.

The relationship between humans and ecosystems is – of course – not static. Changing human activities drive, both indirectly and directly, changes in ecosystems, which in turn has an impact on human well-being, because it affects the quantity and quality of the benefits we obtain from EGS. (see figure below).

For example, the way we produce our food has strong effects on the nutrients that get through the soil into our groundwater. Intensive practices with high amounts of fertilizers might lead to contamination, which in turn affects the quality of the water we can extract. Thus, it would need increasing efforts for us to purify the water if we want to prevent negative effects on our health.

2. How is SERI approaching the linkage between EGS and well-being?

The research group „Quality of Life and Integrated Strategies“ is involved in several projects, which address the relationship between EGS and well-being (see EcoChange, KlimaNetz (CapitalAdapt), Climsave). In the following, two possibilities to approach this relationship are described.

a. Human and Social Capital

Conducting research on societies´ impacts on EGS requires taking a closer look at the people that interact in this society and at their relationships with each other. SERI therefore explores the human and social capital which exists in communities.

Human capital describes the education, experience, acquired skills, and health of individuals. Social capital is used to apply human capital in the individuals´ social context. Moreover, it describes relationships, norms and trust that developed in certain networks and between those networks. These relations can be on micro-scale (family and close friends), on meso-scale (friends, organizations) and on macro-scale (broader governance structure).

The projects Climsave and KlimaNetz (CapitalAdapt) focus on the importance of human and social capital when dealing with natural impacts. Climate change, for example, challenges human societies and their dependence on ecosystem services. Due to increasing drought periods, farmers might have to adapt their managements (e.g. by changing crops or irrigation strategies). This requires different knowledge, which needs to be spread among farming communities, and which will ultimately affect the quantity and quality of food that can be provided.

b. Decision-making of relevant actors

What affects the way we make use of our capitals? The EcoChange project takes a closer look at the land use decisions farmers make in response to factors such as market (crop prices), policies (subsidies), climate change (vegetation cover) and new technologies. In case study regions in Belgium and Switzerland, socio-economic scenarios were developed, which either followed a business-as-might-be-usual scenario, a neoliberal growth approach or a sustainable pathway. Scenarios develop differently according to the above mentioned factors and the types of agents (e.g. conservative or innovative farmers) that exist on this land. This in turn has an impact on the ability of ecosystems to provide certain EGS for our well-being. For example, farmers in the neoliberal scenario might prefer to grow crops in monoculture due to higher yields, whereas farmers in the sustainability scenario might grow different organic cultures in crop rotation. The first approach results in high provision of limited kinds of food, whereas the latter might have lower yields, but higher diversity and more positive side-effects like cultural qualities (e.g. high aesthetics). Hence, different elements of our well-being are satisfied to different degrees by different farming strategies.

3. How does SERI communicate the linkage between EGS and well-being to stakeholders?

SERI applies the above mentioned approaches in several stakeholder processes using a variety of participatory methods. We aim at making stakeholders aware of the linkages between their individual behaviour and the provision of EGS in order to create strategies for them to foster their well-being.

Hereby, the underlying hypothesis of our work is that a high level of human well-being for us and future generations has to be achieved in relation with a sustainable use of natures´ resources.
Therefore, we emphasise the necessity to develop sustainable strategies to deal with the challenges arising in the respective case study areas.

EcoChange – challenges for farmers on regional scale
In the EcoChange project an Integrated Sustainability Assessment (ISA) is conducted to analyse the impacts of social, economic and environmental changes on EGS. An ISA is an iterative process, which includes several workshops with stakeholders in the case study regions. These workshops aim at identifying the strengths, weaknesses and challenges in the region, at exploring possible pathways for future developments, and at analysing the underlying mechanisms and drivers for these developments. The discussions and analysis of our project should help the region to develop policies which steer the areas´ development towards the desired directions.

KlimaNetz (CapitalAdapt) – adaptation to climate change in Austrian communities
Recent small-scale climate scenarios have shown the impacts of climate change on Austrian communities (see reclip :century project), which reveals the necessity to adapt to changing conditions.

An important first step towards adaptation is to communicate scenarios in an easy-to-understand way (well chosen language and visualisation) for the affected people. Rather than communicating an increase in temperature, it has to be explained what such developments mean for especially vulnerable people, e.g. elderly inhabitants who have to cope with heat. Then, it becomes crucial to look both at the ecosystems´ possibilities to provide beneficial services (e.g. increase green spaces and the amount of trees to cool the micro-climate) as well as on human and social capital that is needed for adaptation measures (e.g. knowledge of spatial planners to create green spaces or increase in voluntary and professional care personnel for elderly people). The adaptation measures will be developed within a participatory process, which takes place in two communities in Austria, Klosterneuburg and Virgen. We conducted interviews with members of the communities to scope the main challenges they perceive as well as the existing human and social capital in the region. In two workshops following the interviews, the most vulnerable areas in the communities are identified and opportunities for action are discussed.

Climsave – online learning tools for adaptation measures in European regions
The linkages between ecological and social conditions are highly complex. In combination with the high uncertainty about future developments, it becomes increasingly hard for decision makers to judge which measures are sensible and useful and which might lead to (unexpected) negative outcomes. Climsave aims at providing a learning tool that allows decision makers to explore the possibilities and effects of adaptation measures. Factors influencing the decisions are the pressures that are exerted on the respective region (e.g. certain climatic pressures) and the resources (e.g. human and social capital) that are available to implement certain adaptation measures to deal with those particular pressures. The online tool should help decision makers to learn about complex interactions and the impacts their decisions might have on ecosystems and human well-being.

4. SERI publications

Journals

Omann, I., Stocker, A., Jaeger, J. (2009). Climate change as a threat to biodiversity: An application of the DPSIR approach. In: Ecological Economics. 69(1), pp: 24-31.

Briefing Sheets and Newsletters

KlimaNetz Framework (in german)

KlimaNetz Projekt (in german)

Integrated Sustainability Assessment

Climsave Newsletter No. 2

EcoChange Newsletters

5. Further links and publications

Beckley, T., D. Martz, S. Nadeau, E. Wall, and B. Reimer. 2002. Multiple capacities, multiple outcomes: Delving deeper into the meaning of community capacity. Journal of Rural and Community Development 3:56-75.

McLeman, R. 2010. Impacts of population change on vulnerability and the capacity to adapt to climate change and variability: a typology based on lessons from “a hard country”. Population & Environment 31:286-316.

Porritt, J. 2007. Capitalism as if the World Matters. Earthscan/James & James.

www.maweb.org „The Millennium Ecosystem Assessment assessed the consequences of ecosystem change for human well-being. From 2001 to 2005, the MA involved the work of more than 1,360 experts worldwide. Their findings provide a state-of-the-art scientific appraisal of the condition and trends in the world’s ecosystems and the services they provide, as well as the scientific basis for action to conserve and use them sustainably.“

www.teebweb.org „The Economics of Ecosystems and Biodiversity (TEEB) study is a major international initiative to draw attention to the global economic benefits of biodiversity, to highlight the growing costs of biodiversity loss and ecosystem degradation, and to draw together expertise from the fields of science, economics and policy to enable practical actions moving forward.“

www.ecochange-project.eu

www.climsave.eu

www.klimanetz.at

Leave a Reply

*

 

Highlight: Ernährung


SERI Newsletter | Archive
* required field